Roland Leuschel rechnet mit Währungsreform

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Über die Treffsicherheit von Roland Leuschel kann man streiten. Nun macht er wieder mit seinen Aussagen von sich reden. In einem Interview mit der Welt warnt er vor einer Währungsreform, hohen Inflationsraten und rät zu Gold und Edelmetallen.

Für die deutschen Märkte hat Leuschel keine guten Aussichten parat:

Wir befinden uns mitten in einem langen Bärenmarkt, der mit dem der Dreißigerjahre zu vergleichen ist. Der Dax wird sich vom jetzigen Niveau wohl noch mal halbieren. […] Ich rechne damit, dass der Index bei 3500 bis 3600 Punkten einen Zwischenstopp einlegt. Dort verläuft eine starke technische Unterstützung. Das ist dann eine letzte gute Ausstiegsgelegenheit.

Den eingeschlagenen Weg der westlichen Regierungen über milliardenschwere Konjunkturpakete die Wirtschaft wieder anzukurbeln, hält Leuschel für falsch:

Das verschlimmert die Krise, weil es das Vertrauen der Menschen in die Währungen untergräbt. Vor allem dass die Fed und neuerdings auch die Bank of England die hochschnellende Staatsverschuldung mit der Notenpresse finanzieren, ist ein verheerendes Signal. Alle reden jetzt von der Gründung einer Bad Bank. Dabei haben wir schon eine „bad bank“, nämlich die Fed.

Zwar sei die Lage in Europa aufgrund der Unabhängigkeit der EZB nicht ganz so dramatisch, dennoch ist er auch hier nicht optimistisch:

Theoretisch ist die Europäische Zentralbank in einer besseren Lage als die Fed oder die Bank of England. Es gibt keine europäische Regierung, die die Währungshüter so unter Druck setzen könnte, wie dies in Amerika und Großbritannien geschieht. Wir werden sehen, wie unabhängig die EZB bleibt. Aber außer Frage leidet der Euro unter der Verschuldungspolitik der Regierungen.

Dennoch rät Leuschel vor allem zu Investments in krisensichere Edelmetalle wie etwa Gold. Denn auch eine Währungsreform sei damit durchstehbar:

Es gibt eine Währung, die nicht von Notenbanken, Regierungen oder Ratingagenturen beeinflusst werden kann – das Gold. Edelmetalle, auch Silber und Platin sind das Investment der Stunde. Mit ihnen können Anleger sogar die nächste Währungsreform überstehen, die ich für das Jahr 2014 vorhersehe. Bis dahin dürfte der Unzenpreis auf 2000 bis 3000 Euro gestiegen sein.


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