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Before the Bell: DAX wieder über 6.100 Punkte, US-Futures mit deutlichen Zugewinnen

[ad#Google Adsense L-rechts]Die deutschen Aktienmärkte zeigen sich zum Wochenstart wieder von ihrer Schokoladenseite. Besonders der am Ende freundliche Handelsschluss in New York am Freitag (siehe Heard in New York vom Freitag) wirkt sich kurstreibend aus. Daneben sorgte auch die Meldung der Daten zur Industrieproduktion in der Eurozone (April) für Furore (Pressemitteilung). Auf zwei Meldungen sollte man an dieser Stelle ebenfalls noch hinweisen, die aus unserer Sicht in Deutschland untergehen (werden): Zum einen der Rohstofffund in Afghanistan (Handelsblatt, New York Times) und zum anderen die Wahlen in unserem Nachbarstaat Belgien und der Wahlsieg der flämischen Nationalisten. Der drohenden Zerfall des Landes ist dabei weniger beängstigend, als die in wenigen Wochen anstehende EU-Ratspräsidentschaft. (FAZ, Spiegel, FTD).

Und wie läufts bei den PIGS?

Das Thema PIGS-Staaten hat in den letzten Tagen, zumindest in der größeren Berichterstattung, deutlich an Bedeutung verloren. Möglicherweise zu Unrecht. Am Wochenende berichtete die FAZ, dass sich die EU sich auf eine Rettungsaktion für Spanien vorbereitet. Bislang ist das Echo in den Medien (sicherlich auch dank der WM-Berichterstattung) untergegangen. Das Handelsblatt berichtet lediglich über eine Neuordnung des spanischen Bankensystems – auch wenn das ja schon seit einiger Zeit am Laufen ist. Der Euro hat bislang ebenfalls nicht darauf reagiert – ganz im Gegenteil. Man darf gespannt sein ob und wie eine solche Rettung abläuft, allerdings erlaubt die WM deutlich geräuschlosere Milliardenschiebereien, als bislang gedacht. Interessant ist an dieser Stelle auch ein Blick in das Vereinigte Königreich. Das BANKhaus ROTT schrieb hierüber alles wichtige: Fälligkeiten und Merkwürdigkeiten.

Drägerwerk: Kurssprung nach erhöhtem Ausblick

Die Technologiewerte im TecDAX profitieren heute besonders von Drägerwerk. Der Lübecker Medizintechnikkonzern hatte heute seinen Ausblick für das Gesamtjahr 2010 erhöht. Ausschlaggebend dafür sind die gute Auftragslage und die starke Umsatzentwicklung insbesondere in den Regionen Asien-Pazifik und Amerika, so der Konzern in seiner Pressemitteilung. Außerdem ist es den Angaben zufolge gelungen, das im vierten Quartal 2009 vollständig abgeschriebene Tieftauchsystem zu verkaufen. Drägerwerk erwartet im Geschäftsjahr 2010 einen Ergebnisbeitrag in Höhe eines höheren einstelligen Millionenbetrags. Insgesamt rechnet man nun für das Geschäftsjahr 2010 mit einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, während er bisher von einem Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich ausgegangen war. Bei der EBIT-Marge erwartet der Vorstand nunmehr eine Bandbreite von 7 bis 8 Prozent statt der bisher prognostizierten 5 bis 6 Prozent (Geschäftsjahr 2009: 4,2 Prozent) – ohne Berücksichtigung von Änderungen aus der Bewertung der Siemens-Barzahlungsoptionskomponente. Die Drägerwerk-Aktie gewinnt aktuell 10 Prozent auf knapp 54 Euro.

US-Futures mit deutlichen Zugewinnen

Nach dem freundlichen Freitaghandel scheint sich auch heute ein positiver Wochenauftakt abzuzeichnen. Konjunkturdaten stehen heute keine an und bei den Quartalszahlen richtet sich der Blick lediglich auf Korn/Ferry. Die US-Futures tendieren aktuell fester. Der S&P 500 gewinnt 0,7 Prozent und auch der NASDAQ legt 0,7 Prozent zu. In Frankfurt gewinnt der DAX 1,0 Prozent auf 6.108 Punkte.


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