Snap: Bald ausge-snap-t?

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Bei den Nutzern von Jung bis Alt ist Snapchat nach wie vor beliebt. Dass das Unternehmen seit einiger Zeit an der Börse ist, dürfte den Usern aber egal sein. Ganz im Gegensatz zu den Anlegern, die von Woche zu Woche zusehen müssen, wie sich ihr Investment in Rauch auflöst. Die jüngsten Quartalszahlen haben die Lage nicht gerade beruhigt.

Gesehen? Gelöscht! Der USP von Snapchat ist einfach: die über die App geteilten Kommunikationsinhalte, also Bilder oder Videos, werden nach kurzer Zeit wieder gelöscht. Das heißt, niemand kann so einfach nachvollziehen, wer, was, wann, mit wem geteilt hat – obwohl es auch hierfür Lösungen gibt. Mit diesem „Programm“ lockt Snapchat immer mehr User an, wie die Nutzerzahlen verdeutlichen.

Infografik: 173 Millionen nutzen täglich Snapchat | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Tief. Tiefer. Snap-Aktie. Schaut man auf den Verlauf der Nutzerentwicklung könnte man nicht glauben, dass der Verlauf der Snap-Aktie (WKN: A2DLMS / ISIN: US83304A1060) gleichzeitig so desaströs verläuft.

Snap-Chart: boerse-frankfurt.de

Schlimmer Chart. Aber was allein betrachtet gut aussieht, enttäuscht im Vergleich mit der Konkurrenz von Twitter (WKN: A1W6XZ / ISIN: US90184L1026) oder viel wichtiger Facebook (WKN: A1JWVX / ISIN: US30303M1027) klar. Noch schlimmer wird es, wenn die Geschäftszahlen zu Rate gezogen werden.

Infografik: Snap verbrennt weiter Geld | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Alles rettet, rennet, flüchtet. Trotz steigender Umsätze bekommt es Snap nicht hin, schwarze Zahlen zu schreiben. Stattdessen wachsen die Verluste weiter. Für Anleger waren die letzten Quartalszahlen nun offenbar der Tropfen, der das Faß zum überlaufen brachte. Sie liefen in Scharen davon. Snap-Anleger der ersten Stunde haben bereits über die Hälfte ihres Einsatz verloren. Sowas wird an der Börse nicht gerne gesehen. Daher ist es kein Wunder, dass Börsengänge so ein schlechtes Image haben. Zu Recht, wie wir meinen. Investments, erst recht langfristig ausgerichtete, sollten sich auf Unternehmen konzentrieren, die bereits seit geraumer Zeit gezeigt haben, wie das Geschäftsmodell funktioniert – sprich Geld verdient wird. Snap gehört definitiv nicht zu dieser Gruppe von Unternehmen.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

Ihre dieboersenblogger.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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