Before the Bell: DAX klettert über die 6.000er-Marke, US-Futures fester

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Trotz schwacher Vorgaben aus New York, wo die Indizes erneut in der letzten Handelsstunde in den roten Bereich abrutschten, zeigt sich der DAX erstaunlich robust. Nach einem etwas schwächeren Handelsstart drehte der deutsche Leitindex in die Gewinnzone und kletterte sogar knapp über die runde 6.000er-Marke.

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Spanien platziert Staatsanleihe

Für die zunehmende Entspannung unter den Anlegern und die sich ausweitenden Gewinne war unter anderem die erfolgreich verlaufene Platzierung einer spanischen Staatsanleihe verantwortlich. Die Spanier haben eine dreijährige Staatsanleihe mit einem Volumen von 3,9 Mrd. Euro am Markt platziert.

Investoren werden wieder zuversichtlicher

Obwohl die Kursentwicklung an den Börsen weiter von hohen Kursausschlägen geprägt ist, scheint die Zuversicht bei den Anlegern wieder zuzunehmen. Dies unterstreicht auch die aktuelle Umfrage, die Cognitrend in Zusammenarbeit mit der Deutschen Börse wöchentlich unter institutionellen Investoren durchführt. Demnach ist der Anteil der Optimisten um 11 Prozentpunkte auf 42 Prozent gewachsen. Mit sinkenden DAX-Notierungen rechnen nur noch 28 Prozent der Investoren – 16 Prozentpunkte weniger als noch vor einer Woche. Neutral positioniert sind derzeit 30 Prozent der Anleger, nach 25 Prozent in der Vorwoche. „Der DAX-Seegang scheint sich weiter zu beruhigen“, so Analyst Gianni Hirschmüller von Cognitrend. Hier geht’s zu den Details der Sentiment-Umfrage.

Verbraucherpreise ziehen an

Die verbesserte Stimmung konnte auch der Verbraucherpreisindex, der am Morgen veröffentlicht wurde, nicht trüben. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, stieg die Jahresinflationsrate im Mai auf 1,2 Prozent, nachdem sie im April noch bei 1,0 Prozent. Im Monatsvergleich stieg der Verbraucherpreisindex um 0,1 Prozent. Hauptursache für den stärkeren Preisauftrieb waren die Energiepreise, die gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Prozent zulegten.

Notenbanken im Fokus

Im Blickpunkt stehen am Nachmittag erneut die Notenbanken. Die Bank of England wie auch die Europäische Zentralbank haben den Leitzins wie erwartet unverändert belassen. Die Anleger warten nun mit Spannung auf die Pressekonferenz der EZB, auf der weitere Aussagen zur europäischen Schuldenkrise erwartet werden.

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Autowerte mit satten Zugewinnen

Die größten Kursgewinne im DAX verbuchen die Autowerte. Am Vortag hatte Daimler gute Absatzzahlen vorgelegt. Heute zeigt sich Mercedes-Vertriebschef Joachim Schmidt zuversichtlich. Er rechnet für das Gesamtjahr mit einem Anstieg der Verkäufe um mindestens 7 Prozent. Damit soll die Marke Mercedes doppelt so stark wachsen wie der gesamte Automobilmarkt. Die Daimler-Aktie verbessert sich daraufhin um über 3 Prozent. Noch deutlichere Kursgewinne verbucht die BMW-Aktie, die mit einem Plus von knapp 4 Prozent an der Spitze der Kursliste steht.

Deutsche Bank gegen den Trend schwächer

Gegen den positiven Trend müssen Papiere der Deutschen Bank Abschläge hinnehmen. Einem Pressebericht zufolge sei die US-Tochter Taunus drastisch unterkapitalisiert, was die US-Einlagensicherung FDIC in einem Schreiben kritisiert haben soll. Am Markt wird nun darüber, dass möglicherweise sogar eine Kapitalerhöhung erforderlich sein könnte, um die Anforderungen der FDIC zu erfüllen. Die Deutsche-Bank-Aktie gibt knapp 1 Prozent nach. Am Ende der Kursliste steht mit einem Minus von rund 1,5 Prozent erneut die E.ON-Aktie, die weiter unter dem Sparpaket der Bundesregierung leidet.

Kabel Deutschland reduziert Verlust

Zahlen legte heute der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland vor. Der Börsenneuling, der am 21. Juni in den MDAX aufsteigen wird, hat seinen Verlust im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/2010 deutlich reduziert. Der Nettoverlust wurde um rund zwei Drittel auf 45,3 Mio. Euro verringert. Die Erlöse wuchsen um 10 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro. Für das laufende Jahr rechnet das Management mit einem Umsatzplus von 7 Prozent. Mit 2,87 Mrd. Euro ist der Konzern aber weiterhin hoch verschuldet. Die Kabel-Deutschland-Aktie verliert im laufenden Handel knapp 1 Prozent.

BP-Aktie rutscht weiter ab

Im freien Fall befindet sich die BP-Aktie. In einem Brief hat die US-Regierung dem Ölkonzern ein Ultimatum gestellt. Innerhalb von 72 Stunden soll BP neue Vorschläge im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko vorlegen. Außerdem haben gleich mehrere Banken aufgrund der hohen Belastungen durch die Ölkatastrophe ihre Einstufung für die Anteilscheine abgesenkt. Die BP-Aktie brach in London zeitweise um 12 Prozent ein, konnte die Verluste inzwischen aber auf gut 5 Prozent eindämmen.

US-Futures fester

Neben den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe am Nachmittag werden in New York heute noch Daten zur Handelsbilanz und zum Staatshaushalt veröffentlicht. Im Vorfeld präsentieren sich die US-Futures fester. Der S&P 500 und der NASDAQ verbessern sich jeweils um rund 1 Prozent. Der DAX verzeichnet in Frankfurt derzeit ein Plus von 0,4 Prozent und notiert bei 6.007 Punkten.


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