Volkswagen: Einen Blick wert

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Bildquelle: Pressefoto Volkswagen

Bei Volkswagen (WKN: 766403 / ISIN: DE0007664039) hatte das Thema „Kartellvorwurf“ nicht nur den Aktienkurs unter Druck gesetzt, sondern es gerieten zwischenzeitlich auch einige Anleihen des Autokonzerns bzw. dessen Finanztochter unter Druck.

Laut der Börse Stuttgart galt dies für nachrangige Anleihen von Volkswagen. Dabei handelt es sich um Anleihen, die bei einer Insolvenz des Unternehmens erst dann bedient werden, wenn andere Gläubiger mit besserem Rang bezahlt worden sind – womit sich der Begriff „nachrangig“ erklären lässt. Dramatisch waren die Kursbewegungen nicht, doch es ist immerhin einen Blick wert.

Volkswagen-Chart: boerse-frankfurt.de

Volkswagen: Nachrangige Papiere unter Druck

Es ist ja nicht so, dass die Zahlen von Volkswagen im ersten Halbjahr übermäßig gut ausgefallen waren. So stieg die Zahl der Auslieferungen in den ersten 6 Monaten 2017 um gerade einmal 0,3% gegenüber dem Vorjahreszeitraum, auch wenn es in einzelnen Märkten wie den USA (+8,2%) überdurchschnittliche Zuwächse gab. Doch während es z.B. bei Tesla derzeit einen großen Hype um das „Model 3“ gibt, kündigte Volkswagen an, erst ab 2020 eine „Offensive mit innovativen Elektrofahrzeugen“ zu starten. Vielleicht sind das Faktoren, die dazu beigetragen haben, dass die Performance der Aktie zuletzt nicht besonders überzeugen konnte.

Und hier noch das Zitat zum Tag:

„Raffiniert ist der Herrgott, aber boshaft ist er nicht.“ – Albert Einstein

Michael VaupelEin Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquelle: Michael Vaupel / Pressefoto Volkswagen


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