Before the Bell: DAX verteidigt die 200-Tage-Linie, US-Futures legen leicht zu

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Dank robuster asiatischer Börsen startete der DAX heute trotz schwacher US-Vorgaben stabil in den Handel, rutschte im weiteren Verlauf jedoch einmal mehr klar in die Verlustzone. Im Bereich der 5.800er-Marke drehte der Index zunächst aber nach oben und hat seine 200-Tage-Linie damit erneut verteidigt. Die Unsicherheit unter den Anlegern ist aber unverändert groß. Dazu trägt auch die Tatsache bei, dass sich die Ratingagentur Fitch negativ zur Schuldensituation Großbritanniens geäußert hat.

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Energieversorger unter Druck

Im Terminkalender herrscht heute gähnende Leere. Daher richtet sich der Blick der Anleger vor allem auf das Sparprogramm der Bundesregierung und die Sorge um mögliche negative Auswirkungen auf die Konjunkturentwicklung. Besonders unter Druck geraten die Aktien der Energieversorger. Atomkonzerne werden im Zuge des Sparpakets künftig mit einer neuen Steuer auf Brennelemente in Höhe von jährlich 2,3 Mrd. Euro belastet. Die Aktien von E.ON und RWE stehen mit Einbußen von jeweils fast 4 Prozent am Ende der Kursliste.

Münchener Rück bestätigt Prognose – oder doch nicht?

Etwas deutlicher als der Gesamtmarkt geben auch Papiere der Münchener Rück nach. Der Konzern bestätigte seine Ergebnisprognose für das laufende Jahr. Angesichts höherer Belastungen durch das Erdbeben in Chile – 1 Mrd. statt bislang angenommen 700 Mio. Dollar – werde es aber schwieriger, das Gewinnziel zu erreichen, so das Unternehmen. Die Börse interpretiert diese Aussage als versteckte Gewinnwarnung. Die Münchener-Rück-Aktie verliert etwas mehr als 1 Prozent.

Hauptversammlungen bei SAP und Salzgitter

Angesichts weniger marktbewegender Nachrichten schauen die Anleger auch auf die heute stattfindenden Hauptversammlungen bei SAP und Salzgitter. Der Walldorfer Softwarekonzern erwartet ein gutes Geschäftsjahr 2010 und bestätigte seine Prognose. „Wir glauben, dass unsere Rückkehr zum Wachstum im ersten Quartal für den Anfang einer neuen SAP steht“, so Co-Vorstandschef Bill McDermott. Die SAP-Aktie verliert mit dem Gesamtmarkt knapp 1 Prozent.

Dagegen gab es von Salzgitter weniger Positives zu hören. Der Stahlkonzern konnte im April und Mai nicht an die robuste Nachfrageentwicklung vom Jahresbeginn anknüpfen. So ging der Ordereingang in den vergangenen beiden Monaten erneut zurück. Vorstandschef Wolfgang Leese hält ein ausgeglichenes Ergebnis im Stahlbereich zwar für „noch erreichbar, aber eher unwahrscheinlich“. Die Salzgitter-Aktie verzeichnet derzeit ein Minus von 1,5 Prozent.

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Apple stellt neues iPhone vor

An der Wall Street dürfte heute wieder einmal Apple in den Fokus der Anleger rücken. Vorstandschef Steve Jobs hat gestern Abend in San Francisco das neue iPhone vorgestellt, das am 24. Juni auf den Markt kommen wird. Das Display des neuen iPhone hat eine viermal so hohe Auflösung wie bisher, längere Batterielaufzeiten und mit dem A4 einen schnelleren Prozessor, der erstmals im iPad zum Einsatz kam. Für Videochats wurde eine zweite Kamera installiert. Die Hauptkamera hat 5 statt bisher 3 Megapixel. Das neue Betriebssystem iOS4 ermöglicht nun auch die gleichzeitige Nutzung mehrerer Anwendungen.

Daneben präsentierte Jobs weitere Zahlen zum iPad. Der neue Tablet-PC hat sich in den ersten zwei Monaten 2 Mio. Mal verkauft. Außerdem seien in dieser Zeit 5 Mio. elektronische Bücher für das Gerät abgesetzt worden. Damit kommt Apple auf einen Anteil von 22 Prozent am E-Book-Markt. Die Apple-Aktie legt vorbörslich leicht zu.

US-Futures leicht im Plus

Auch an der Wall Street sind heute keine marktbewegenden Nachrichten zu erwarten. Quartalsergebnisse kommen von Dollar General und Take-Two Interactive. Nach Börsenschluss wird der Chiphersteller Texas Instruments sein Mid-Quarter-Update veröffentlichen.

Nach den deutlichen Einbußen der letzten Tage liegen die US-Futures derzeit leicht im Plus. Während der S&P 500 um 0,4 Prozent zulegt, verbessert sich der NASDAQ um 0,2 Prozent. Der DAX verliert in Frankfurt derzeit 0,9 Prozent und notiert bei 5.850 Punkten.


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