Before the Bell: DAX rettet sich über 5.900 Punkte, US-Futures leicht im Plus

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[ad#Google Adsense L-links]Der deutsche Aktienmarkt zeigt sich am Montag ganz unter dem Eindruck der jüngsten Kursverluste. Besonders die Sorge vor einer erneuten Verschärfung der Euro-Krise belastet dabei die Stimmung. Vor allem Ungarn steht derzeit im Fokus, nachdem vergangene Woche eine deutlich höhere Verschuldung bekannt wurde und die Sorge um einen Staatsbankrott die Kurse weltweit purzeln lies. Besonders das Engagement einiger österreichischer Banken gibt hier Anlass zur Sorge auf. Aber auch Großbritannien stimmt derzeit die Bürger und die Anleger auf härtere Zeiten ein. Man darf gespannt sein, wann die ganz harten Sparbeschlüsse kommen. In Deutschland sorgt das Sparpaket der Regierung derweil für Verunsicherung, ob es nicht zu einseitig zu Lasten der Schwachen im Land geht. (Handelsblatt: Milliarden-Sparpaket – Saniert Merkel das Land auf Kosten der Schwächsten?) Der DAX reagiert derweil jedoch mit vorsichtigem Optimismus auf diese Meldung und auf die Daten zum Auftragseingang in der deutschen Industrie. Die stärksten Kursverluste vom Morgen konnten inzwischen reduziert werden und der DAX notiert wieder über 5.900 Punkten. Auch der Euro stabilisiert sich derzeit bei 1,1950 Dollar.

DAX, MDAX und SDAX mit neuen Mitgliedern

Am Freitag gab es mal wieder Neuigkeiten von der Deutschen Börse. Zum 21. Juni 2010 werden DAX, MDAX und SDAX mit neuen Mitgliedern aufwarten. Zum einen ersetzt im DAX auf Basis der so genannten Fast-Entry-Regel das Papier von HeidelbergCement die Aktie von Salzgitter. Grund sind die jüngsten Kursbewegungen, die eindeutig HeidelbergCement in der Liste nach vorne brachten – bei den Kriterien Marktkapitalisierung und Börsenumsatz nimmt HeidelbergCement jeweils Platz 22 auf der Rangliste ein.
In der Folge wandert Salzgitter in das MidCap-Segment. Hier werden auch neu die jüngsten IPOs Kabel Deutschland und Brenntag neu aufgenommen. Dafür machen Pfleiderer und MLP (die waren sogar schon mal im DAX!) Platz und ziehen in den SDAX ein. Im SmallCap-Index wiederum wird auch der dritte größere Börsengang, Tom Tailor, Platz finden. Den SDAX verlassen so am Ende VBH, Villeroy & Boch und Dyckerhoff.

BP vor Turnaround, Transocean im SMI

Bereits am Freitag (vgl. Before the Bell) hatten wir auf die Turnaround-Chance bei der BP-Aktie verwiesen. Inzwischen scheint sich die Ansicht mehr und mehr durchzusetzen, dass im Zuge der Ölkatastrophe im Gold von Mexico ein Kurseinbruch um ein Drittel nicht gerechtfertigt ist. Das Unternehmen ansich wird als stabil und ertragssicher dargestellt – trotz jüngster Ratingabstufung. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob BP wirklich mit einem blauen Auge davon kommt, oder ob nicht noch der große Hammer kommt. Die BP-Aktie kann jedenfalls heute gegen den Trend mehr als 3 Prozent zulegen. An dieser Stelle auch ein kurzer Hinweis auf Transocean. Der Öl-Dienstleister ist ebenfallls unmittelbar an der Katastrophe beteiligt und wird nach einem Kurseinbruch, und einem Wechsel in die Schweiz, fast klammheimlich am 21.6. in den schweizerischen Leitindex SMI aufsteigen. (Handelszeitung: Transocean ab 21. Juni im SMI – Swiss Life fällt heraus) Auch bei Transocean steigt der Kurs um mehr als 3 Prozent.

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US-Futures leicht im Plus

Die Wall Street steht auch zu Beginn der neuen Woche ganz im Zeichen der überraschend schlechten Arbeitsmarktdaten vom Freitag. Dennoch wird sich heute in einer technischen Gegenbewegung die Lage mal wieder beruhigen – zumindest so lange keine weiteren negativen Meldungen auftauchen. Dies könnte erst am Abend mit den Verbraucherkreditdaten für April der Fall sein. Bei den Quartalszahlen herrscht weiterhin Ruhe vor. Die US-Futures tendieren derweil leicht im Plus. Der S&P 500 gewinnt 0,2 Prozent und der NASDAQ legt 0,3 Prozent zu. In Frankfurt notiert der DAX bei 5.923 Punkten (-0,3 Prozent).


1 KOMMENTAR

  1. Das größte Sparpaket in der Geschichte der Bundesrepublik ist beschlossen: Die schwarz-gelbe Regierung will den Etat bis 2014 um 80 Milliarden Euro kürzen, vor allem bei Sozialleistungen. Bei Bildung und Forschung soll nicht gespart werden, auch Einkommen- und Mehrwertsteuer werden nicht erhöht. So oder so ähnlich ist es heute in ziemlich allen online medien zu lesen. Ich frage mich wirklich, was würde es Spitzenverdienern schaden, wenn sie mehr Steuern zahlen würden?

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