Before the Bell: DAX und US-Futures deutlich im Minus, Warten auf den US-Arbeitsmarkt

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[ad#Google Adsense L-links]Der deutsche Aktienmarkt zeigt sich am Freitagmittag deutlich schwächer. Nach dem gestrigen Feiertag in den südlichen Bundesländern kommt aber dank Brückentag auch heute kein rechter Handel auf. Die Umsätze bleiben gering. Eindeutig positive Impulse kamen dabei weder aus den USA noch aus Asien. Für negative Impulse sorgte gegen Mittag der Euro, der unter die Marke von 1,21 Dollar fiel. Zuvor hatte noch Optimismus vorgeherrscht, nachdem die charttechnisch wichtige Marke von 6.100 Punkten ohne Mühen überwunden werden konnte. Wie wacklig dieser morgendliche Anstieg war, wurde im Handelsverlauf aber allzu deutlich. Mit Spannung wartet man nun auf die US-Arbeitsmarktdaten. Diese entscheiden über die weitere Richtung der Märkte.

Können US-Arbeitsmarktdaten überzeugen?

Mit Spannung richten sich die Blicke der Anleger auf die US-Arbeitsmarktdaten am frühen Nachmittag. Die gestern gemeldeten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie die ADP-Daten lassen jedoch Zuversicht aufkommen. So wurde bei den US-Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe für die vergangene Woche ein Rückgang gemeldet. Laut den ADP-Daten (bei Automatic Data Processing bzw. ADP handelt es sich um einen privaten Arbeitsmarkt-Dienstleister) zog die Zahl der Beschäftigten im Privatsektor im Vergleich zum Vormonat um 55.000 an. Dabei fiel jedoch die Zahl um 23.000 im Produzierenden Gewerbe und stieg um 78.000 im Dienstleistungsbereich. Auch die Vormonatszahlen deutlich auf eine positive Entwicklung hin, denn für April wurde ein revidierter Zuwachs um 65.000 Stellen gemeldet, nach vorläufig +32.000 Stellen.

US-Wirtschaft: Bernanke bleibt vorsichtig optimistisch

Es war mal wieder so eine Rede, von der man vorher nicht so recht wußte, bringt sie etwas neues zu Tage oder nicht. US-Notenbankchef Ben Bernanke hat sich jedenfalls am Donnerstag in Detroit vorsichtig optimistisch zur US-Wirtschaft geäußert. So hätten zwar die Anstrengungen von Regierung und Fed zu einer Verbesserung geführt, dennoch seien Risiken weiterhin vorhanden. Der Martk las zwischen den Zeilen und schloss daraus auf weiterhin Zinsen im Null-Prozent-Bereich. Dies hat heute auch noch einmal die Commerzbank (Handelsblatt) bekräftigt, die nun Zinserhöhungen sowohl in den USA, als auch in der Eurozone, frühestens im Frühjahr 2011 erwartet. Durchaus ein gutes Zeichen für den Aktienmarkt. Mit Blick auf die horenden Staatsschulden aber auch nicht verwunderlich, denn höhere Zinsen wären Gift für die angeschlagenen Haushalte, womit die Politik einen weiteren Sieg über die unabhängigen Notenbanken erzielt hätte.

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BP geht in die Offensive

Das Management von BP reagiert spät, aber mit Wirkung auf den anhaltenden Kursverfall im Zusammenhang mit der Ölkatastrophe im Golf von Mexico. Nachdem man schon in der allgemeinen Öffentlichkeit keinen guten Eindruck hinterlassen konnte, will man offensichtlich wenigstens seine Anleger nicht auch noch im Regen stehen lassen. Mit einer offensiven Ansprache der Anleger im Rahmen einer großen Investorenkonferenz will man nun Schadensbegrenzung erreichen. Und auch auf der Firmenwebsite bp.com versuchen die Briten zu retten was zu retten ist. Dennoch ist der Imageschaden genauso immens wie die Umweltzerstörung, von daher wird die BP-Aktie trotz anhaltend stabiler Cash-flows wenig vom Fleck kommen. Zumal Schadenersatzforderungen und Belastungen aus verschärften Auflagen noch unkalkulierbar sind.

US-Futures mit Zugewinnen

Die Wall Street steht heute ganz im Zeichen der Arbeitsmarktdaten. Nach einem mehr oder minder lustlosen Handel gestern, erhoffen sich die Börsianer neue Impulse. Die US-Futures notieren derweil fester. Der S&P 500 verliert 1 Prozent. Der NASDAQ gibt 1,1 Prozent nach. In Frankfurt notiert der DAX bei 6.041 Punkten (-0,2 Prozent).


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