Starke Linde-Zahlen und die schwächelnde Aktie

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Bildquelle: Pressefoto The Linde Group

Linde (WKN: 648300 / ISIN: DE0006483001) (steht bekanntlich vor dem Zusammenschluss mit dem US-Wettbewerber Praxair. Trotzdem nimmt der Markt Notiz von den Halbjahreszahlen des Gase-Konzerns. Denn Linde gelang es den Umsatz um 4,7 Prozent auf 8,65 Milliarden Euro zu steigern. Dabei halfen gute Geschäfte in Europa und Asien, aber auch günstige Währungseffekte. Die Erwartungen der Analysten erreichte Linde dabei auch beim Gewinn. So stieg der Betriebsgewinn (Ebitda) um 4,3 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Neben den bereits beschriebenen Effekten half hier auch das jüngste Sparprogramm des Konzerns. Nach Steuern sank der Gewinn leicht. Dies ist allerdings bereits auf Kosten zurückzuführen, die mit der geplanten Fusion zum Großteil in Verbindung zu bringen sind.

Linde-Chart: boerse-frankfurt.de

Dass das Management auch noch die Ziele für das Gesamtjahr bestätigte, war hingegen keine Überraschung. Vielmehr hatten die Marktteilnehmer insgeheim erhofft, dass die Planzahlen für 2017 leicht erhöht werden. Zudem bemängeln Analysten die aktuelle eher schwachen Margen im Gase-Geschäft.

Fundamental ist die Aktie, die im frühen Handel rund 1,5 Prozent auf 162,75 Euro verliert, mit einem KGV von 22 nicht mehr günstig. Charttechnisch ist der Titel im Zuge der jüngsten Korrektur angeschlagen. Sofern die Unterstützung bei 160 Euro nicht hält, droht gar ein Abrutschen bis 150 Euro. Für Direktinvestments sollten Anleger nur mit entsprechend limitierten Orders nun in den Markt gehen und dann auch einen längeren Atem haben. Denn nach der Fusion mit Prexair kann sich die Situation rasch verändern…

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RaumEin Beitrag von Wolfgang Raum von Plusvisionen.de

Wolfgang Raum ist bereits seit mehr als 25 Jahren im Kapitalmarkt-Journalismus tätig, derzeit als freier Wirtschafts- und Börsenjournalist für einige Börsenbriefe und Banken-Newsletter, aber auch als Blogger. Von 2005 bis Sommer 2014 arbeitete er als Chefredakteur für das ZertifikateJournal. Zuvor verantwortete er mehr als fünf Jahre den renommierten Börsenbrief des Anlegermagazins CAPITAL, die CAPITAL Depesche. Der Derivate-Experte, zugleich Fan von Nebenwerten und Emerging Markets, ist zudem ein gern gesehener Experte bei Fernseh- und Radio-Interviews.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Wolfgang Raum / Pressefoto The Linde Group


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