NVIDIA und AMD: Profitieren Chiphersteller vom Coin-Mining?

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Bildquelle: Pressefoto NVIDIA

Der Abbau digitaler Währungen im Netz boomt. Die dazu benötigten Grafikchips werden knapp und die Preise steigen entsprechend. Können NVIDIA (WKN: 918422 / ISIN: US67066G1040) und AMD (WKN: 863186 / ISIN: US0079031078) davon profitieren? Es scheint, als hätte die Welt nicht genügend Grafikkarten für die „Miner“.

Das „Mining“ ist zurück – Internet-Nutzer schürfen wieder vermehrt Kryptowährungen. Trotz tendenziell hoher Mining-Kosten (Mining-System mit mehreren Grafikkarten und Strompreise) scheint der «Abbau» digitaler Währungen wieder an Attraktivität gewonnen zu haben. Die steigenden Kurse der vergangenen Monate dürften eine zentrale Rolle spielen. Ebenfalls nicht zu vernachlässigen ist gemäss bitcoinblog.de die „Ankunft“ des Schürfens im Mainstream. Etliche Fachmagazine würden sich derzeit dem Thema „Coin-Mining“ verschreiben. Damit könnte sich das „Mining“ mehr und mehr vom Nerd-Image verabschieden. Dabei stellt sich die Frage, können Chiphersteller wie NVIDIA und AMD davon profitieren?

Grafikkarten – ein knappes Gut

Beim „Mining“ von Kryptowährungen passt sich in der Regel die Schwierigkeit (difficulty) des zu lösenden mathematischen Problems (hashrate) dem Preis der Kryptowährung an. Steigt der Preis, wird es für die „Miner“ schwieriger Blöcke zu verifizieren um entsprechend neue Coins als Entschädigung zu erhalten und umgekehrt. Dieser Mechanismus soll die „Profitabilität“ des Schürfens im Gleichgewicht halten. Denn aufwändigere Rechenprozesse benötigen mehr Rechenpower und diese kostet.

Gemäss bitcoinblog.de scheint dieses Gleichgewicht jedoch gestört oder nicht ausnahmslos gegeben zu sein. So gesehen bei Ethererum. Seit Februar diesen Jahres hat sich der Kurs teilweise verzwanzigfacht. Die „difficulty“ wurde jedoch lediglich um den Faktor 7.5 angehoben. Damit sind die Kosten zum Schürfen weniger stark angestiegen als der Preis der Kryptowährung. Anders gesagt, die Kosten hinken dem der Hashrate hinterher.

Bitcoinblog.de kommt zu einer verblüffenden Schlussfolgerung. Die Autoren sind der Meinung, es gäbe nicht genügend Grafikkarten um die Hashrate des Minings dem Preis adäquat anzupassen. In der Schlussfolgerung könnte das bedeuten, dass die „Miner“ nicht mehr in der Lage sind die Rechenpower entsprechend aufzustocken. Schaut man sich in Fachgeschäften um, sind die von bitcoin-live.de aam besten geeigneten Grafikkarten nicht oder nur schwer verfügbar. Dies soll gemäss bitcoinblog.de auch bei Amazon der Fall sein.

Wenn es „Miners vs. Gamers“ heißt

Die große Nachfrage seitens „Coin-Miner“ nach Grafikkarten führte dazu, dass es auch für die „Gamer“ nicht einfach ist an geeignete Karten zu gelangen. Wer könnte von diesem Nachfrageüberhang profitieren?

Zu den weltweiten Marktführern gehören die beiden Unternehmen NVIDIA und AMD. Zusammen verfügen sie gemäß statista.com über einen Marktanteil von 100% (gemessen am weltweiten Absatz von Grafikkarten). Wobei NVIDIA mit 72.50% nicht ganz dreiviertel des Marktes kontrolliert.

Die loyalen PC-Spieler-Kunden seien gemäß Investopedia.com zunehmend frustrierter, wenn sie nach Grafikkarten von AMD und NVIDIA suchen. Beide Unternehmen wollen oder haben bereits reagiert. Gemäß bitcoin.com wollen beide Hersteller Grafikkarten auflegen, die speziell auf das Coin-Mining ausgerichtet sind. So möchten die Hersteller die Engpässe überbrücken und beide – die „Miner“ und „Gamer“ – zufrieden stellen…

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Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquelle: Pressefoto NVIDIA


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