DAX wenig Potenzial auf der Unterseite, aber viel nach oben

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Liebe Leserin, lieber Leser, ich muss schon sagen, dass es der DAX (WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008) immer wieder schafft, mich – sowohl angenehm, als auch eher störend – zu überraschen. Es ist schon verblüffend, einen Index, der so gerne sklavisch an den US-Märkten hängt, zu beobachten, wie er sich im Zuge des kleinen Verfallstages am vergangenen Freitag, mehr als kräftig nach unten schraubte. Dabei gaben die Börsianer in New York so gut wie keinen Anlass dazu. Kurz vorweggenommen denke ich, DAX wenig Potenzial auf der Unterseite, aber viel nach oben.

Das April-GAP ist zurück

Im Zuge der Abwärtsbewegung wurde dann auch noch am Montag das „Macron-GAP“ zwischen 12090 und 12290 mit einem Tagestief von 12142 zumindest zu einem großen Teil geschlossen.

(Beim Macron-GAP handelt es sich um eine Kurslücke zwischen Schlusskurs und Eröffnungskurs des folgenden Tages, die im Zuge der Frankreich-Wahl gerissen wurde.)

Dieses GAP lag dem einen oder anderen Analysten schon lange im Magen und ist zumindest jetzt schon teilweise „abgearbeitet“. Übrigens: Nicht jedes Gap muss komplett geschlossen werden, damit es danach wieder in der Haupttrend-Richtung weiter gehen kann, aber dazu später in einem anderen Beitrag mehr. Oder auch der Verweis auf diesen Blogbeitrag hier ->

Und der Haupttrend ist nun einmal bullish. Das mache ich an der „groben“ Einstellung des Point&Figure-Chart des deutschen Leitindex fest. Denn in der „Chartcraft“-Rasterung mit aktuell 200 Punkten pro Kästchen stellt sich der DAX wie folgt dar:

DAX wenig Potenzial auf der Unterseite, aber viel nach oben
Kursziel aktiviert: DAX-Chartbild

Kursziel 18.200! Ja, jetzt sind Sie verblüfft!

Sie sehen zwar den jüngsten Rücksetzer in Form einer O-Säule, aber diese wirkt im Vergleich zum vorherigen Anstieg mehr als bescheiden. Interessanterweise schaltet ein solcher Säulenwechsel das vertikale Kursziel von 18.200 Punkten frei.

Aber Stopp: Bevor Sie jetzt alle hochhebelige Calls heraussuchen, sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die nächste „große“ Unterstützung in dieser Charteinstellung bei rund 10.800 Punkten liegt. Und das ist verdammt weit weg.

Keine Sorge, es gibt ja noch kleinere Chart-Einstellungen. Werfen wir also zusammen einen Blick auf den Chart mit einer Kästchengröße von aktuell 100 Punkten.

Alles nicht so tragisch 

DAX wenig Potenzial auf der Unterseite, aber viel nach oben. Kurzfristig
Kürzere Einstellung im Chartbild DAX

Und da wirkt die Sache nicht ganz so freundlich. Schließlich sehen wir hier ein Verkaufssignal durch Unterschreiten der 12.200. Das wiederum nehme ich nicht ganz so ernst, da diese Bewegung wohl dem Gap-Schluss geschuldet war und sich der Dax wieder recht schnell auf über 12.200 retten konnte. Der Vollständigkeit halber reiche ich das Kursziel nach: 12.200 Punkte und selbst vertikal stehen nur 11.800 zu Buche.

Und da liegen auch wichtige Unterstützungen, die ich im Chart markiert habe.

Nach langer Rede der kurze Sinn:

Auch wenn es ein wenig hektisch war: Die Kursziele auf der Unterseite sind arg begrenzt und von starken Unterstützungen abgesichert. Wer also ein Risiko bis rund 11800 tragen kann, kann ja mal vorsichtig einen weiteren Long-Zeh ins Badewasser stecken. Denn da sind ja noch die langfristigen 18.200…

In diesem Sinne mit optimistischen Grüßen

Ihr Jörg Mahnert von www.xundo.info (Die Seite rund um Point & Figure)

Dieser Beitrag von Jörg Mahnert wurde von trading-treff.de zur Verfügung gestellt. Dort gibt es Analysen, Wissen und Emotionen zum Trading.

Jörg Mahnert ist eit nunmehr 28 Jahren im Bereich Trading und Investment tätig. Seit 2001 macht er die in Deutschland zu Unrecht vernachlässigte Methodik Point&Figure-Charttechnik bekannt und veröffentlicht seine Analysen auf seiner Seite XundO.info und auf einigen etablierten Finanz-Portalen.

Bildquellen: Trading-Treff.de / dieboersenblogger.de


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