DAX in tiefrot, Autowerte nach Kartellgerüchten unter Druck

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Hatten die DAX-Bullen gestern Mittag noch auf einen harmonischen Wochenschluss gehofft, dürften ihre Hoffnungen spätestens am Freitagmittag zerplatzt sein. Die DAX-Titel (WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008) legten auf breiter Front den Rückwärtsgang ein.

Das war heute los. Zu Beginn des letzten Handelstages dieser Woche hielt sich der DAX noch im Bereich seines Vortagesschlusskurses. Ab dem Mittag bröckelte indes die Stimmung und der DAX ging in die Knie. In der Spitze verlor der deutsche Leitindex rund 2 Prozent und testete damit die Marke von 12.200 Punkten. Anleger haben zunehmend Sorge um eine Sommerflaute an den Märkten. Zumal auch der Euro die DAX-Bären antreibt. Die Gemeinschaftswährung nahm zuletzt Kurs auf die Marke von 1,17 US-Dollar. Zuvor hatten Mario Draghi und seine Kollegen bei der EZB am Donnerstag keine Gründe geliefert, warum sich Euro und Dollar wieder in Richtung Parität bewegen sollten.

Das waren die Tops & Flops. Gewinner waren im DAX am Freitag kaum zu finden. Am wenigsten mussten noch Defensivtitel wie Vonovia, Bayer oder Linde unter dem allgemeinen Abwärtssog leiden. Größte Verlierer waren indes die Autowerte, allen voran Volkswagen. Die Aktie des Wolfsburger Automobilbauers verlor in der Spitze fast 5 Prozent. Bei Titeln von BMW ging es in der Spitze um 3,3 Prozent nach unten, während Daimler-Papiere zeitweise über 3 Prozent einbüßten.

Der Grund für die branchenweiten Kursverluste ist ein Bericht des „SPIEGEL“ über angebliche Absprachen zu Technik, Kosten sowie Zulieferern und sogar über die Abgasreinigung bei Dieselfahrzeugen. Nach Informationen des Magazins haben sich VW, Audi, Porsche, BMW und Daimler in geheimen Arbeitskreisen bereits seit den 1990er Jahren abgesprochen – und so die Basis für den Dieselskandal gelegt.

Ebenfalls deutlich unter Druck stand die Aktie von Infineon. Kursverluste von zeitweise 5,5 Prozent resultierten aus einer Abstufung der Analysten von Exane BNP Paribas. Bei den Franzosen wird die Infineon-Aktie mit Blick auf den Branchenwandel nun mit „Underperform“ eingestuft, nach zuvor „Neutral“.

Das steht am Montag an. Konjunkturseitig bringt der Wochenstart nur wenig Impulse. Lediglich die Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland und der Eurozone dürften den Handel bewegen. Die Berichtssaison sorgt indes für einige spannende Veröffentlichungen. Neben den Zahlen von Philips, Reckitt Benckiser und Ryanair warten Anleger gespannt auf die Veröffentlichung der Google-Mutter Alphabet am Montagabend nach US-Börsenschluss.

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