Daimler steckt die Diesel-Probleme gut weg

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Bildquelle: Pressefoto Daimler

Angesichts dieser Nachricht hat sich die Daimler-Aktie (WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000) ja noch ganz gut gehalten! Was ich meine: Daimler kündigte eine „massive Ausweitung der laufenden freiwilligen Servicemaßnahmen“ bei seinen verkauften Diesel-Fahrzeugen an. Es soll da um „über drei Millionen Fahrzeuge“ in Europa gehen. Bereits seit März läuft eine Daimler-Servicemaßnahme zur „Verbesserung des NOx-Emissionsverhaltens für eine Motorvariante“.

Daimler-Chart: boerse-frankfurt.de

Wenn es funktioniert – dann ist das ja eine feine Sache für Auto, Fahrer und Umwelt. Und was auch nicht schlecht ist: Daimler entwickelte (bzw. ist noch dabei) eine komplett neue Diesel-Motorenfamilie. Diese soll schnell am Markt eingeführt werden. So kann Druck ja auch etwas Positives bewirken.

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Zunächst einmal aber ist es eine aus betriebswirtschaftlicher Sicht negative Neuigkeit – denn diese massiven freiwilligen Servicemaßnahmen kosten Geld, ohne auf kurze Sicht Einnahmen zu bringen (auf längere Sicht vielleicht schon, Stichwort Vertrauen und Kundenbindung). Für die Kunden sollen die genannten Maßnahmen kostenlos sein, Daimler nennt den Kostenbetrag von 220 Mio. Euro. Nun, da relativiert sich das doch angesichts z.B. eines Auslieferungs-Rekords von Daimler im ersten Halbjahr (bei der Zahl der Auslieferungen hieß es +11,6% auf 583.649 Fahrzeuge). Insofern wundert es mich dann doch nicht, dass die Daimler-Aktie die Nachricht von der Ausweitung der Servicemaßnahmen gelassen nahm.

Michael VaupelEin Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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Bildquelle: Michael Vaupel / Pressefoto Daimler


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