Marc Faber: Märkte sind kurzfristig überverkauft, es folgen eine kurze Sommerrallye und im Herbst ein deutlicher Rückgang

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[ad#Google Adsense XL-links]Marc Faber gab diese Woche bei Bloomberg wieder einige hoch interessante Thesen zur weiteren Marktentwicklung von sich. Mit seinem Anfang Mai erwarteten deutlichen Kursrückgang habe er richtig gelegen, wenngleich auch er Fehler einräumt (das hört man von Gurus nicht immer). Jedenfalls sieht der gebürtige Schweizer den Aktienmarkt derzeit kurzfristig stark überverkauft. Gründe würde es seiner Ansicht zu viele geben: Europa, Korea, etc. Aber derzeit finde eine Übertreibung statt. Für die Banken sieht Faber generell schwarz. Zudem seien die Zinsen mit Blick auf das Gelddrucken der Notenbanken weiterhin auf Nullzinsniveau. Daher sei es nicht erstaunlich, dass mit dem Kursrückgang der Aktien der Anleihemarkt eine Rallye erlebt habe.

In den kommenden Sommermonaten, also Juni und Juli, rechnet Faber mit einer kleinen Sommerrallye – allerdings nicht bis zu den bisherigen Jahreshochs. Hier geht Faber weiter davon aus, dass diese schon im April erreicht worden seien. Die folgenden Tiefs dürften seiner Ansicht nach dann wieder im Oktober/November erreicht sein. Besonders auch, weil dann weitere Konjunkturprogramme kämen – so zumindest erwartet Faber dies mit Blick auf die zurückhaltende Wirtschaftsentwicklung. Somit sieht sich Faber zwar kurzfristig bullisch gestimmt – aber generell sei er „bearish on everything – except the weather“. Daher könnten Aktien steigen, während die Wirtschaft weiterhin schwach bleibe.

In Bezug auf die weltweiten Staatsverschuldungen hält Faber weiterhin hohe Niveaus für sehr wahrscheinlich. Man müsse unterscheiden, zwischen dem was die Politik sage und was sie tue. Somit sei eher mit einem Anstieg, denn mit einem Abbau der Verschuldung zu rechnen. Mit Blick auf den US-Markt zeigt sich Marc Faber sehr zurückhaltend: Unsicherheiten über weitere gesetzliche Regulierungen und Steuerbelastungen würden den ansonst dynamischen privaten Sektor ausbremsen, was neue Belastungen mit sich bringe. Einen bedeutenden Indikator über die tatsächliche Entwicklung in den USA sieht Faber im Kurs von Wal-Mart. Dieser sei heute höher, als vor einem Jahr, und erlaube eher Aussagen über die Entwicklung im Einzelhandel, als offiziell hin und hergerechnete Statistiken. Ähnlich verhalte es sich mit dem angeblichen BIP-Wachstum. Auch hier bleibt Faber skeptisch, ob dies nicht in Wahrheit statistischen Methoden zu verdanken ist, denn tatsächlichem Wirtschaftswachstum.

Mit Blick auf die von Faber erwartete große Krise sei physisch gehaltenes Gold unter langfristigen Gesichtspunkten weiterhin sehr sinnvoll. Andere interessante Assetklassen seien bspw. Dividendentitel einiger asiatischer Märkte wie etwa Singapur, Thailand oder Hongkong, wo zwar kein Kursanstieg zu erwarten sei, aber immerhin eine Dividendenrendite von etwa 5 bis 7 Prozent.

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Mit Blick auf die Politik rät Faber zum Großreinemachen: „They should all resign. Go away, in the holiday.“ Es folgen einige negative Bemerkungen über Barack Obama und seine „Clowns“ um ihn herum, die meinen sich in allen Sektoren einmischen zu müssen. Die Aufgaben der Politik sieht Faber ganz in liberaler Sichtweise in nur wenigen Bereichen des öffentlichen Lebens. Auf die Frage nach weiteren Finanzkrisen, hält Faber auch hier weitere Probleme für möglich. Die USA könnten sich aber noch lange weiter mit Gelddrucken über Wasser halten. Griechenland dagegen hätte man ebenso bankrott gehen lassen sollen, wie etwa AIG. Fazit ist wie so oft: „In the long term we are all doomed.“ In der Zwischenzeit böten sich aber durch die hohe Volatilität jede Menge Chancen zum Geld verdienen!

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Weitere Statements von Marc Faber findet man auch hier:

Marc Faber: Was haben die beim Fed geraucht? (finews.ch)

Faber: Nations Will Print Money, Go Bust, Go to War…We Are Doomed (biggovernment.com)


2 KOMMENTARE

  1. Hallo zusammen,
    gut geschriebener Post.
    Ist ja heute schwer zu finden.
    Ihr seid gebookmarked.
    Bis dann

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