Before the Bell: DAX stürzt nach Euro-Rettungspaket tief ins Minus, US-Futures ebenfalls unter Druck

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[ad#Google Adsense XL-links]Die Entscheidung fiel am Ende doch knapper aus, als gedacht. Lediglich sieben Abgeordnete mehr, als nötig haben heute für das 750 Mrd. Euro schwere Rettungspaket für die Gemeinschaftswährung gestimmt. Aus den Regierungsfraktionen stimmten besonders FDP-Mitglieder wie Haushaltsexperte Solms oder Finanzexperte Schäffler (seine interessante Erklärung dazu findet man hier) gegen die Maßnahmen. Man sieht: selbst innerhalb der Regierung ist die derzeitige Politik nicht unumstritten. Noch schlimmer sieht es auf den Märkten aus. Bereits gestern sorgten Berichte über Interventionen verschiedener Notenbanken für steigende Euro-Kurse und zugleich schwächere Börsen. Die Verunsicherung in Bezug auf das Tempo der aktuellen Bemühungen ist groß: Agiert die Politik einfach nur im den Wählern Aktionismus vorzuspielen oder weiß man am Ende doch mehr. Gerade das Leerverkaufsverbot ist so wirkungslos wie gleichzeitig psychologisch katastrophal. Sind Probleme in anderen EU-Staaten noch nicht bekannt? Oder kommt ein Versicherer in die Bredouille? Niemand weiß es und agiert daher äußerst zurückhaltend.

Stagnierendes ifo Geschäftsklima verunsichert

Schlechte Nachrichten kamen heute zudem in Form des ifo Geschäftsklimaindex (Pressemitteilung). Dieser verharrt im Mai annähernd auf seinem Vormonatswert, da sich beide Teilkomponenten, die Geschäftslagebeurteilung und die Geschäfterwartungen, im Vergleich zum April kaum bewegt haben. Zwar wird die wirtschaftliche Erholung in Deutschland weiterhin als robust bezeichnet, dennoch ist die Verunsicherung da.

Dreht der Aufwärtstrend?

Schlechte Aussichten im Bauhauptgewerbe

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US-Futures deutlich schwächer

An der Wall Street schaut man zum Wochenschluss ebenfalls sehr vorsichtig drein. Trotz guter Quartalsergebnisse, wie gestern Abend etwas von Dell (vgl. gestriger Heard in New York) setzt man derzeit nicht auf steigende Kurse. Neben den Regulierungsbemühungen aus Europa bekommt diese Debatte inzwischen auch in den USA an Fahrt. Von daher wird sich der Markt erst wieder beruhigen, wenn klar ist, was wie reguliert wird. Bei Konjunkturdaten herrscht heute erfreulicherweise Ruhe vor. Die US-Futures tendieren dennoch deutlich schwächer. Der S&P 500 verliert 0,6 Prozent. Der NASDAQ gibt 0,6 Prozent nach. In Frankfurt verliert der DAX derzeit 2,0 Prozent auf 5.750 Punkte.


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