Um 10: DAX fängt sich zunächst – Angst vor steigenden Zinsen geht um

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Die liquiditätsverwöhnten Börsen müssen sich wohl oder übel mit dem Gedanken anfreunden, dass die Zeit der lockeren Geldpolitik langsam aber sicher zu Ende geht. Bislang haben die Anleger diesen Gedanken immer verdrängt, weil sie auf gute Wirtschaftsdaten hofften, die den Boden für eine Zinswende bereiten. Außerdem wurde insbesondere die Wall Street von der Fantasie getragen, der neue US-Präsident würde der Wirtschaft durch neue Steuergesetze und Investitionen einen solchen Schub verleihen, wie es die Amerikaner lange nicht erlebt haben.

Dieses Kartenhaus droht nun zusammenzubrechen, während auf der anderen Seite die Notenbanken die Märkte darauf vorbereiten, dass sie den bis zum Anschlag geöffneten Geldhahn etwas zudrehen werden. Wenn auch nur ein kleines Stück, doch die Tatsache allein könnte die Börsen über den Sommer in die lang erwartete und auch durchaus gesunde Korrektur führen.

Der Deutsche Aktienindex kann sich zunächst um die Marke von 12.400 Punkten stabilisieren. Allerdings besteht nicht viel Hoffnung, dass hier schon der Boden gefunden ist. Zwar wird es einige Schnäppchenjäger geben, die hier zugreifen. Es dürften aber viele andere Investoren geneigt sein, erst einmal weitere Gewinne der vergangenen Monate mitzunehmen. Die Fahrt sollte im DAX also erst einmal in Richtung 12.000 Punkte gehen.

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Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger.de


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