Bildquelle: Pressefoto Continental AG

Das klingt zunächst einmal gut. Conti (WKN: 543900 / ISIN: DE0005439004) wird „Systemintegrator und Enwicklungspartner“ – das könnte potenziell mehr sein als eine Auszeichnung der Art „Mitarbeiter des Monats“. Denn der Partner, um den es geht, ist ein Bündnis von BMW, Intel und Mobileye zum Thema „Autonomes Fahren“.

Continental-Chart: finanztreff.de

Und dieses Bündnis hat es sich zum Ziel gesetzt, „hoch- und vollautomatisiertes Fahren für verschiedene Fahrzeughersteller weltweit“ zu ermöglichen, so Conti.

Für mich persönlich ist das nichts – ich würde derzeit ein mulmiges Gefühl zu haben, mich ohne Fahrer aus Fleisch und Blut herumkutschieren zu lassen. Aber es ist nun einmal offensichtlich ein Trend (Hype?) und wer weiß, was die Zukunft bringen wird. Insofern ist es aus Sicht von Conti verständlich, da einen Fuß in der Tür haben zu wollen.

Continental: Fuß in der Tür beim „hoch und vollautomatisierten Fahren“

Das Ziel des Bündnisses soll es laut Conti sein, bis 2021 die „Serienproduktion von hoch- und vollautomatisierten BMW-Fahrzeugen“ zu ermöglichen. Und was soll Conti da einbringen? Laut eigenen Angaben ein breites „Know-how“ im Bereich Produkte sowie die „gesamte Systemkompetenz“. Das kann nun alles und nichts bedeuten.

Insofern ist es schwierig, hier mögliche wirtschaftliche Auswirkungen dieser neuen Kooperation von Conti mit BMW, Intel und Mobileye wirtschaftlich zu bewerten. Vielleicht wird es von Conti im Rahmen der Vorlage der Halbjahreszahlen (planmäßig 3. August) dazu noch ein paar Aussagen geben.

Und hier noch das Zitat zum Tag:

„Er ist nur Herr über seine Pläne, Fortuna jedoch Herrin über deren Ausgang.“ – Aus den „Essais“ von Michel de Montaigne

Michael VaupelEin Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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Bildquelle: Michael Vaupel / Pressefoto Continental


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