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Heard in New York: Regulierungsaktivitäten belasten Märkte, BaFin untersagt bestimmte Leerverkäufe

[ad#Google Adsense XL-rechts]Die Sorge vor zu starken Finanzmarktregulierungen belastete heute die Märkte erheblich. Auslöser waren die Vorstöße aus dem politischen Berlin. Die Bundesregierung hat heute angekündigt für eine Finanzmarktsteuer europaweit werben zu wollen. Zuvor hatten die EU-Finanzminister bereits den Hedge Fonds stärkere Auflagen gemacht. In der Folge war der Euro weiter abgesagt – kurzfristig sogar auf 1,2162 Dollar, ein neues 4-Jahres-Tief. Am frühen Abend sickerte dann durch, dass in Deutschland auch bestimmte Leerverkäufe verbieten wird. Die offizielle Bestätigung (Pressemitteilung) folgte im Verlauf des Abends und schickte deutsche Finanztitel im US-Handel bzw. im außerbörslichen Handel hierzulande in den Keller. Der Dow Jones verlor am Ende 1,1 Prozent auf 10.510 Punkte. Auch S&P 500 und NASDAQ gaben rund 1,4 bzw. 1,6 Prozent nach.

BaFin untersagt bestimmte ungedeckte Leerverkäufe

Die BaFin hat heute ungedeckte Leerverkäufe von Schuldtiteln von Staaten der Eurozone, die an einer inländischen Börse zum Handel im regulierten Markt zugelassen sind, vorübergehend untersagt. Vorübergehend verboten hat sie auch so genannte Credit Default Swaps (CDS), soweit die Referenzverbindlichkeit zumindest auch eine Verbindlichkeit eines Staates der Eurozone ist und sie nicht der Absicherung von Ausfallrisiken dienen (ungedeckte CDS). Daneben kehrt man auch zu einem Instrument aus Zeiten der Finanzkrise zurück. Zwischen September 2008 und Januar 2010 waren schon einmal ungedeckte Leerverkäufe von Finanztiteln untersagt. Diesmal betrifft das Verbot folgende Werte:
-Aareal Bank
-Allianz
-Commerzbank
-Deutsche Bank
-Deutsche Börse
-Deutsche Postbank
-Generali Deutschland
-Hannover Rück
-MLP
-Münchener Rück
Diese Verbote gelten übrigens ab dem 19. Mai 2010, 00:00 Uhr, bis zunächst 31. März 2011, 24:00 Uhr. Sie sollen laufend überprüft werden.

Warren Buffett räumt auf: Beteiligung an Kraft Foods reduziert

Eigentlich war es bereits seit langem erwartet worden. Heute nun wurde es noch einmal offiziell per Pflichtmitteilung bestätigt. Berkshire Hathaway hat seine Beteilung am US-Lebensmittelkonzern Kraft Foods im ersten Quartal 2010 um 31,5 Millionen Aktien auf 106,7 Millionen Aktien reduziert. Dennoch bleibt das Buffett-Konglomerat auch weiterhin mit über 6 Prozent größter Aktionär bei Kraft Foods. Buffett hatte die Übernahme des britischen Schokoladenherstellers Cadbury immer wieder als „dumm“ bezeichnet. Zudem hatte Kraft Foods zur Finanzierung der Übernahme ihr Fertigpizza-Geschäft verkauft, was laut Buffett ebenso „dumm“ gewesen sei. Die Meldung wirkte sich heute doch etwas belastend auf den Kurs von Kraft Foods (-1,5 Prozent) aus, wenngleich die Kursperformance zuletzt sicher nicht zum Nachteil des Buffett-Engagements gewesen sein kann.


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