Novartis: Das richtige Mittel

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Bildquelle: Pressefoto Novartis

Die Aktie des Schweizer Pharmakonzerns Novartis (WKN: 904278 / ISIN: CH0012005267) stemmt sich in diesen Tagen gegen den allgemeinen Trend. Am Montag meldete das Unternehmen, dass es für das Biosimilar Rixothon von der Europäischen Union die Zulassung erhalten hat. Rixathon wurde als Mittel gegen Blutkrebs und immunologische Krankheiten wie Arthritis zugelassen. Bis Jahresende soll eine Zulassung in den USA beantragt werden. Derlei Botschaften kann das Unternehmen gut gebrauchen.

Die Aktie kam in der zweiten Hälfte des Jahres 2015 gehörig unter Druck und dümpelt seit Anfang 2016 in einer engen Range. Der Grund war die zunehmende Konkurrenz durch Nachahmer-Produkte, die für einen Rückgang beim Umsatz und Gewinn sorgten. Ab 2018 will der Konzern jedoch wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Im Rahmen einer Investorenkonferenz im Mai stellte Konzern-Chef Joseph Jimenez, für die Zeit von 2017 bis 2020 bis zu 40 Zulassungsanträge in der USA und Europa in Aussicht. Möglicherweise kommt die Aktie nun in Fahrt.

Novartis verfügt über drei Standbeine. Der Pharmabereich steuerte 2016 rund 2/3 zum Gesamtumsatz bei. Rund 21 Prozent erwirtschaftete die Tochter Sandoz mit Generikaprodukten und rund 12 Prozent Alcon mit Produkten rund um die Augenheilkunde. Wie der gesamte Pharmasektor hatte auch Novartis in den zurückliegenden Jahren mit dem Auslaufen von Produktpatenten zu kämpfen. Es gab jedoch auch hausgemachte Probleme. So entpuppte sich die Übernahme des Augenmittelherstellers Alcon als weitere Belastung. Jimenez drückte daher bereits 2015 auf die Kostenbremse und strukturierte den Konzern um. Die jüngsten Zahlen signalisieren bereits erste positive Effekte. Ab 2018 soll Novartis wieder kräftig wachsen.

Dabei setzt Jimenez vor allem auf den Pharma- und Generikabereich. Das erst im Jahr 2015 zugelassene Mittel gegen Schuppenflechte Cosentyx generierte bereits 2016 einen Umsatz von über einer Milliarde US-Dollar. Ebenfalls im Jahr 2015 bekam Novartis die Zulassung von Entresto, einem Mittel gegen Herzinsuffizienz. 2016 kamen die Umsätze jedoch erst langsam in Fahrt. Im Frühjahr dieses Jahres bekam Novartis die Zulassung für das Krebsmittel Kisqali. Die Zulassung für weitere vielversprechende Medikamente wie MS-Produktkandidaten BAF312 und das Migräne-Mittel AMG334 könnten in den kommenden zwei Jahren beantragt werden. Einige Medikamente haben die Chance auf ein Blockbuster zu werden.

Mit Rixathon gelang die Zulassung für ein vielversprechendes Biosimilar. Das Orignal von Roche, Rituxan generierte 2016 einen Umsatz von 7,5 Mrd. Dollar. Für die Biosimilare Adalimumab und Infliximab zur Behandlung von immunologischen Erkrankungen wurde bei der EU bereits die Zulassung beantragt. Im Generika-Bereich könnte sich somit ebenfalls Wachstumschancen eröffnen. Was mit der Tochter Alcon passiert, wird voraussichtlich erst Ende des Jahres entschieden.

Ein großer Teil der Analysten ist nach Angaben von Thomson Reuters mittelfristig optimistisch gestimmt und verweist dabei auf die seit Jahren stetige Dividendenerhöhung, das angekündigte Aktienrückkaufprogramm und die Produktpipeline. Frei von Risiken ist die Aktie jedoch nicht. Schlechte Ergebnisse zu Medikamentenstudien können die Aktie und ein schwacher Gesamtmarkt unter Druck setzen.

Chartausblick: Novartis

  • Widerstandsmarke: 82,50/90,00 CHF
  • Unterstützungslinie: 72,00/78,80 CHF

Die Aktie von Novartis bildet seit Herbst vergangenen Jahres einen Aufwärtstrend. Inzwischen hat sich das Papier über die langfristige 38,2%-Retracementlinie (CHF 78,80) geschoben. Damit eröffnet sich weiteres Aufwärtspotenzial bis in den Bereich des Julihochs (CHF 82,50) vom vergangenen Jahr und im weiteren Verlauf bis CHF 90. Sackt die Aktie hingegen wieder unter CHF 78,80 droht eine Konsolidierung bis CHF 72 (50%-Retracementlinie)

Novartis im Tageschart: 1 Kerze = 1 Tag (log. Kerzenchartdarstellung)

Betrachtungszeitraum: 05.079.2016 – 22.06.2017. Historische Betrachtungen stellen keine verläßlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: Guidants.com

Novartis im Wochenchart: 1 Kerze = 1 Woche (log. Kerzenchartdarstellung)

Betrachtungszeitraum: 23.06.2010 – 22.06.2017. Historische Betrachtungen stellen keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: Guidants.com

Call-Optionsschein auf Novartis für eine Spekulation auf einen Kursanstieg der Aktie.

Basiswert

WKN

Verkaufspreis

in EUR

Basispreis

in CHF

Hebel

Finaler

Bewertungstag

Novartis

HW32MA

0,76

76,00

10,07

13.12.2017

Novartis

HW32ME

0,50

80,00

15,34

13.12.2017

Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 22.06.2017; 09:20 Uhr

Put-Optionsschein auf Novartis für eine Spekulation auf einen Kursrückgang der Aktie.

Basiswert

WKN

Verkaufspreis

in EUR

Basispreis

in CHF

Hebel

Finaler

Bewertungstag

Novartis

HW32T8

0,36

83,00

21,29

13.12.2017

Novartis

HW32TD

0,19

78,00

40,36

13.12.2017

 

Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 23.06.2017; 11:35 Uhr

Kommentator: Sebastian Bleser, Experte für Anlage- und Hebelprodukte HypoVereinsbank onemarkets

 

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Bildquelle: Pressefoto Novartis


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