Um 10: DAX tritt auf der Stelle – Brisante Situation im Ölpreis

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Wichtig für den Deutschen Aktienindex ist es jetzt, die Region knapp über 12.700 Punkten als Unterstützung zu halten. Dann besteht eine realistische Chance, dass der Markt in der kommende Woche einen neuen Anlauf auf die runde Marke von 13.000 Punkten startet. Zum Wochenschluss dürfte es allerdings wegen fehlender Impulse eher ruhig bleiben.

Ab jetzt sollten Anleger verstärkt auf den Verlauf des Ölpreises achten. Es besteht Ausverkaufsgefahr, sollte die Unterstützung bei 41 US-Dollar im Brent-Öl unterschritten werden. Das könnte dann auch Aktien kurzfristig mit nach unten ziehen, da viele Anleger hierin Deflationsgefahren und eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums sehen.

Wahrscheinlich wäre dann ein relativ schnelles Eingreifen der Allianz zwischen der OPEC und anderen Nicht-OPEC-Ländern, um einem Einbruch der Ölpreise entgegenzuwirken. Ein erneuter Fall unter 40 US-Dollar könnte auch die Spekulationen auf Eis legen, dass die Europäische Zentralbank bald etwas in Richtung Normalisierung der Geldpolitik unternimmt. Möglicherweise genügt jedoch die Erwartung eines Eingreifens der russisch-saudischen Förderallianz, um Brent-Öl über 41 US-Dollar zu halten und damit einen Ausverkauf zu verhindern. Jedes Mal, wenn jedoch Ölmarktdaten oder andere empfindliche Zahlen veröffentlicht werden, droht in den kommenden Wochen erneut die Gefahr, dass die Preise einbrechen. Das ist eine höchst brisante Situation, die fortbestehen wird, solange der Ölpreis auf dem niedrigen Niveau von 45 US-Dollar verharrt.

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Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger.de


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