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Es gibt noch Insider, welche die Dinge beim Namen nennen…

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Lieber Leser,

haben Sie sich auch so gut erholt und das verlängerte Wochenende genießen können? Kein banger Blick in das Depot, weil man Angst hat, dass bei einem dünnen Brücken-/Handelstag wieder alles zusammenbricht? Ja? Super, sehr schön. Dann lassen Sie uns doch mal ganz entspannt die letzten Tage aufarbeiten. Quasi als nachträgliche Untermauerung unseres Standpunktes, dass Sie und ich es schon längst kapiert haben, was andere Anleger nun hoffentlich (schnell) verstehen werden.

Das „Enfant terrible“ der deutschen Bankenszene

Ich sage jetzt nur einen Namen. Josef Ackermann. Beim Vornamen könnte man als Unwissender noch auf irgendeinen katholischen Kirchenmann tippen – die sind ja derzeit auch recht oft im Fokus der Medien… Nein – bei Josef Ackermann handelt es sich um das „Enfant terrible “ der deutschen Bankenszene. Denn Ackermann, hauptberuflich Vorstandschef bei unserem größten deutschen Bank-Institut hat mal wieder das Land gegen sich aufgebracht. Weil er – meiner Meinung zu Recht – als Insider der Bankenszene unbequeme Sätze am Wochenende von sich gab. Er sorgt sich nämlich um die Zahlungsfähigkeit Griechenlands. Und das sorgt wiederum in unserem Land – speziell bei Regierungsmitgliedern – für große Empörung.

Was ist aber eigentlich passiert? Nun – Ackermann hat so einfache Sätze in einem TV-Interview gesagt wie „ob Griechenland über die Zeit wirklich in der Lage ist, diese Leistungskraft aufzubringen, das wage ich zu bezweifeln.“ Und ich sage hier: Lieber Herr Ackermann, ja Sie haben Recht. Denn für einen Schuldenabbau braucht ein Land Überschüsse bei seinem Bruttoinlandsprodukt. Im Falle Griechenlands steht hier eine Zahl von 5% im Raum. Da brauchen die Hellenen einen langen Atem – und vielleicht gleich anfangs ein Gesetz, dass Generalstreiks verbietet, sonst wird das nie etwas…

Die aufkommenden Zweifel sind berechtigt

Doch zurück zu Ackermann. Der sagte noch mehr in diesem Interview: Dass wenn Griechenland fiele, die Krise mit großer Sicherheit auf andere Länder übergreifen würde und es zu einer Art Kernschmelze führen könne. Kommt Ihnen das bekannt vor? Das konnten Sie schon in der vorletzten Ausgabe dieses Newsletters lesen…

Doch wir haben ja stets die edlen Ritter der (Euro-)Tafelrunde, die alles etwas anders sehen. Ein Mitglied davon ist Bundeswirtschaftsminister Brüderle. Der sagte zu den Ackermanns Äußerungen, sie seien „überraschend, ungewöhnlich und ärgerlich“. Und weiter: Es habe immer Auswirkungen, wenn eine so gewichtige Person wie Ackermann so etwas sage. Ja hoffentlich! Hoffentlich wachen alle Anleger nun endlich aus ihrem „Es-wird-schon-alles-gutgehen“-Traum auf. Machen Sie jetzt persönlich endlich tabula rasa! Gehen Sie raus aus Aktien und investieren Sie in Realwerte, in Gold.

Die aktuelle Schwäche des Euros ist nur ein Vorbote

Vergessen Sie irgendwelche anderen Investments. Schauen Sie sich „unseren“ Euro an. Von einem Tief zum anderen. Weil die Sorgen vor einem Zahlungsausfall Griechenlands nicht weniger werden. Aber es gibt weiterhin viele Anleger, die darauf überhaupt nicht eingehen. Warum auch? Es ist doch viel leichter Aussagen wie beispielsweise vom ehemaligen Fed-Chef Paul Volcker, der Mutmaßungen über ein Ende der Europäischen Währungsunion angestellt hatte, einfach gar nicht wahrzunehmen. Frei nach dem Motto: Es wird schon (wieder) alles gutgehen.

Vergessen Sie es! Handeln Sie jetzt. Denn Griechenland wird nicht das einzige große Finanzloch der Euro-Zone bleiben. Denken Sie bitte weiter. Was passiert, wenn Portugal, Spanien und Irland dazukommen? Oder auch (noch) Italien?

Schulden sind egal, Hauptsache wir sind liquide…

Europa kämpft um sein Überleben, die Aktienmärkte werden es bald merken. Dabei sind wir auf dem alten Kontinent direkt „Sparfüchse“ – Im Vergleich zu den USA oder Japan. In Japan hat jüngst nämlich erst die heimische Notenbank das eigene Bankensystem mit umgerechnet rund 17 Mrd. Euro gestützt. Und die USA? Die haben mittlerweile eine Staatsverschuldung von fast 13 Billionen Dollar! Das sind Summen, da wird einem schlecht.

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Und was machen die ganzen Regierungen dagegen? Nichts. Oder? Nein – sie geben einfach immer wieder neue Anleihen raus. Aber das Schuldenproblem ist damit nicht gelöst – nur vertagt. Alles frei nach dem Motto „Schulden sind egal, Hauptsache wir sind liquide“. Haben Sie da noch Lust, in diesen schuldenabhängigen Aktienmarkt zu investieren? Die logische Antwort darauf. Ein ganz klares Nein! Die Schuldenkrise Griechenlands und anderer Staaten und die daraus resultierende und berechtigte Angst vor einer Inflation lassen seit Tagen den Goldpreis steigen. Und es werden noch weitere Höchststände kommen.

Es ist noch nicht zu spät für den Einstieg. Gehen Sie jetzt in die Krisenwährung Gold. Wir sind längst in einer (neuen) Krise und es gibt wenige, die es kapiert haben – und auch noch offen aussprechen. So wie eben der Vorstandschef der Deutschen Bank. Es spricht für Ackermann, dass er die Dinge beim Namen nennt.

Take care,

Ihr
Goldfinger


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