Heard in New York: Wall Street weiter im Aufwind, IBM glänzt mit toller Langfrist-Prognose

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War da eigentlich irgendwas letzte Woche? Schaut man sich die Börsen seit Montag an, muss man sich fragen, ob dieser Absturz in der letzten Woche nur ein böser Traum war. Sei’s drum, die Börsen sind jedenfalls wieder im Aufwind. Nicht nur in Europa, sondern auch an der Wall Street. Dort verbuchte der Dow Jones gestern ein ordentliches Plus von 1,38 Prozent und schloss bei 10.897 Punkten. Der Nasdaq 100 verbuchte ein Plus von 1,81 Prozent auf 1.976 Zähler.

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19. US-Haushaltsdefizit in Folge

Die Tatsache, dass sich das US-Handelsbilanzdefizit im März weiter vergrößert hat, tat der guten Stimmung ebenso wenig einen Abbruch wie das Haushaltsdefizit von 83 Mrd. Dollar im April. Vor dem Hintergrund, dass der April der 19. Monat in Serie mit einem Haushaltsdefizit war, war diese Meldung für die Börsianer letztlich ein „Non Event“.

Was für eine Prognose von „Big Blue“

Das absolute Highlight des Handelstages lieferte IBM. Der Technologiekonzern präsentierte auf einer Investorenkonferenz einen Langfristausblick, der sich sehen lassen kann. Bis 2015 will Big Blue den Gewinn nahezu verdoppeln. So soll der Gewinn je Aktie von 11,20 Dollar in diesem Jahr auf 20 Dollar im Jahr 2015 steigen. Um dieses Ziel zu erreichen, will IBM-Chef Palmisano das Akquisitionstempo erhöhen. Allein bis zum Jahr 2015 plant der IT-Konzern, rund 20 Mrd. Dollar für weitere Firmenkäufe auszugeben. Die Börsianer quittierten diesen tollen Ausblick mit deutlichen Aufschlägen. Die IBM-Aktie schloss mit einem Zugewinn von fast 5 Prozent.

Cisco legt nach Börsenschluss gute Zahlen vor

Nach der Schlussglocke präsentierte dann mit Cisco Systems ein weiteres Technologie-Schwergewicht seine Quartalsergebnisse – und konnte ebenfalls überzeugen. Der Netzwerk-Spezialist steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 27 Prozent auf 10,4 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn sprang um 63 Prozent auf 2,2 Mrd. Dollar. Der bereinigte Gewinn lag bei 42 Cents je Aktie und damit ebenso über den Analystenprognosen wie der Umsatz. Die wichtige Bruttogewinnmarge wuchs gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 65,0 auf 65,2 Prozent. Auch das war besser als erwartet. Die Cisco-Aktie, die im regulären Handel 3 Prozent zugelegt, notierte nachbörslich etwas schwächer. Die Börsianer warten noch auf den Ausblick des Konzerns.

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Droht auch Morgan Stanley eine Betrugsklage?

Zu den Verlierern zählte gestern Morgan Stanley. Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, steht die US-Bankgesellschaft im Visier von US-Bundesbehörden. Ähnlich wie bei Goldman Sachs, gegen die die SEC bereits Klage erhoben hat, geht es auch hier um Geschäfte mit komplexen Finanzprodukten. Falls sich die Ermittlungen bestätigen, könnte auch Morgan Stanley eine Betrugsklage drohen. Die Morgan-Stanley-Aktie verlor daraufhin gegen den freundlichen Markt 2 Prozent.


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