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Banken mit Bonus-Chance

Die europäischen Standardwerteindizes zeigen sich am Mittwoch etwas durchwachsen. Eine Branche demonstriert derweil erneut relative Stärke – Europas Banken. In den zurückliegenden Jahren zählte der Sektor zu den schwächsten Bereichen und seit Jahresbeginn hinkt der Euro STOXX 50 Banks (Price-) Index ebenfalls dem breiten Gesamtmarkt hinterher. Kommt nun die Wende?

Der europäische Bankensektor eine langwierige und harte Rosskur hinter sich. Die strengere Regulierung und sinkenden Zinsen drückten auf die Gewinnmargen. Um Rechtsstreitigkeiten zu beenden, wurden Milliarden Euro an Strafen bezahlt beziehungsweise entsprechende Rück­stellungen gebildet. Das Risiko weiterer Zahlungen bleibt weiter bestehen. Allerdings zeigen sich nach Einschätzung der Anlagestrategen von UniCredit inzwischen auch einige Lichtblicke.

Der Bankensektor zählt traditionell zu den Spätzyklikern und Europas Indikatoren bewegen sich im Bereich mehrjähriger Höchststände. Stabilisieren sich die Indizes auf dem aktuellen Niveau deutet dies auf einen anhaltenden Aufschwung in Europa hin. Der Bankensektor profitiert von stabilen Verhältnissen und einem moderaten Wachstum. Schließlich erhöht sich dadurch möglicherweise die Inflationsrate. Darauf arbeitet unter anderem die EZB mit ihrer lockeren Geldpolitik hin. Ein Anstieg der Inflation sorgt mittelfristig für einen Anstieg der Zinsen (Siehe Chart).

Quelle: Thomson Reuters, UniCredit

Der Bankensektor hat in den zurückliegenden Jahren durch drastische Filial- und Stellenstreichungen kräftig an der Kostenschraube gedreht. Gleichzeitig wurde stark in die Automatisierung und Digitalisierung von Prozessen investiert. Erste Erfolge sind bereits sichtbar. Mit den Ergebnissen für Q4 2016 drehten die Gewinnschätzungen der Analysten. Zuletzt wurden sie für das laufende und das nächste Jahr deutlich nach oben revidiert. Inzwischen wird nach Angaben von Thomson Reuters im Bankensektor 2017 und 2018 mit einem höheren Gewinnwachstum gerechnet als für den Gesamtmarkt. Gleichzeitig sind Bewertungen wie das Kurs-Buchwert-Verhältnis historisch betrachtet recht niedrig. Frei von Risiken ist der Bankensektor dennoch nicht. Zum einen bestehen weiterhin juristische Risiken. Zum anderen könnten erneut fallende Renditen und ein schwacher Gesamtmarkt den Sektor wieder unter Druck setzen.

EURO STOXX® Banks (Price-) Index

  • Widerstände: 140 Punkte
  • Unterstützung: 127,30 Punkte

Der Euro Stoxx Banks (Price-) Index enthält aktuell 26 Titel. Dazu zählen neben den beiden deutschen Vertretern Commerzbank (WKN: CBK100 / ISIN: DE000CBK1001) und Deutsche Bank (WKN: 514000 / ISIN: DE0005140008) unter anderem die Aktien von BNP Paribas, ING Group, Mediobanca und Raiffeisen Bank International.

Der Index bildet seit rund einem Jahr einen Aufwärtstrend. Zwar konsolidiert das Aktienbarometer aktuell. Die Unterstützung im Bereich von 127,30 Punkte kann bisher verteidigt werden. Damit besteht die Chance auf eine Fortsetzung der mittelfristigen Aufwärtsbewegung. Die Bären dürften frühestens bei einem signifikanten Ausbruch unter die Unterstützung – also unter 118 Punkten – wieder Morgenluft wittern.

Euro Stoxx Banks (Price-) Index in Punkten im Tageschart: 1 Kerze = 1 Tag (log. Kerzenchartdarstellung)

Betrachtungszeitraum: 17.06.2016 – 07.06.2017. Historische Betrachtungen stellen keine verläßlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: Guidants

Euro Stoxx Banks (Price-) Index in Punkten im Wochenchart: 1 Kerze = 1 Woche (log. Kerzenchartdarstellung)

Betrachtungszeitraum:06.06.2011 – 07.06.2017. Historische Betrachtungen stellen keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: Guidants

Investmentmöglichkeiten

Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 07.06.2017; 10:21 Uhr

Kommentator: Sebastian Bleser, Experte für Anlage- und Hebelprodukte HypoVereinsbank onemarkets

Weitere aktuelle Marktinformationen, charttechnische Einschätzungen und Investmentideen im Blog-Service: http://blog.onemarkets.de

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Bildquelle: dieboersenblogger.de


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