Nimmt der Turnaround bei Mutares jetzt richtig Fahrt auf?

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Ich bin ein bekennender Fan von Beteiligungsgesellschaften und habe eine ganze Reihe von ihnen bereits in meinem Blog vorgestellt. Um Mutares (WKN: A0SMSH / ISIN: DE000A0SMSH2) habe ich lange einen Bogen gemacht und der durch operative Probleme und Fehlentscheidungen des Managements ausgelöste Kursabsturz gab mir Recht. Vor einem halben Jahr mehrten sich dann allerdings die Anzeichen für einen Turnaround, ausgelöst durch eine strategische Neuausrichtung – und ich nahm Mutares als aussichtsreiche Turnaround-Spekulation bei einem Kurs von 11 Euro auf meine Empfehlungsliste auf. Bisher ging die Spekulation prima auf und es mehren sich die Anzeichen, dass dies erst der Anfang einer sich entwickelnden nachhaltigen Erfolgsgeschichte war.

Mutares-Chart: finanztreff.de

Mutares ist eine international ausgerichtete deutsche Beteiligungsgesellschaft, die sich nach Kapitalerhöhungen, Aktiensplits und Börsensegmentwechsel für Anleger attraktiver gestalten will. Das ist auch nötig, denn Mutares konnte den eigenen Ansprüchen bisher nicht gerecht werden und hat mit einigen Unwägbarkeiten und Problemen zu kämpfen. Der Kursverlauf bis Ende vergangenen Jahres zeichnet dieses Scheitern unschön nach. Doch Mutares scheint die Zeichen der Zeit erkannt zu haben und steuerte inzwischen um. Bereits im ersten Halbjahr 2016 hat man kräftig in den Ausbau des Teams und der Infrastruktur investiert und auch sie Strategie wurde angepasst. Anstatt wie bisher Stand-Alone-Restrukturierungsfälle zu akquirieren, will man künftig Cluster bilden und auch durch Synergien und Formierung größerer Einheiten Werte generieren und heben. Das klingt aussichtsreicher und erfolgversprechender, weil man so beim Exit auch ganz andere Interessenten ansprechen kann, nämlich strategische Investoren, für die das Übernahme-Target dann keine kleine Rand-Ergänzung ist, sondern ggf. ein weiteres Elefanten-Standbein. Geographisch bewegt sich Mutares mit dem Schwerpunkt Frankreich und Italien in einem Bereich, den andere Beteiligungsgesellschaften wie Aurelius oder Bavaria bisher nicht abdecken. Das Ziel, bald 1,8 Mrd. Euro Umsatz in den Beteiligungsunternehmen zu erzielen, ist jedenfalls schon mal eine markige Ansage, doch es müssen auch Taten folgen. Und die folgen…

Zunächst übernahm Mutares mehrere Automobilzulieferer in Frankreich und kommt so bei der Formierung eines globalen Zulieferers mit großen Schritten voran. Aber auch in anderen Bereichen ist Mutares aktiv und hat von der amerikanischen SPX Corporation das internationale Anlagenbauunternehmen Balcke-Dürr übernommen. In 2015 hat das Unternehmen mit 650 Mitarbeitern einen Umsatz von €142 Mio. erzielt und verfügt neben der Firmenzentrale in Düsseldorf über Entwicklungscenter und Produktionsstätten in Deutschland, Italien, Polen, China und Indien. Balcke-Dürr fertigt Komponenten für die Energieeffizienz und die Reduktion von Emissionen für die chemische und energieerzeugende Industrie. und wird Teil von Mutares „Engineering & Technology“-Segment.

Auf www.intelligent-investieren.net geht es weiter

KissigEin Beitrag von Michael C. Kissig

Er studierte nach Abschluss seiner Bankausbildung Volks- und Rechtswissenschaften und ist heute als Unternehmensberater und Investor tätig. Neben seinem Value-Investing-Blog „iNTELLiGENT iNVESTiEREN“ verfasst Michael C. Kissig regelmäßig eine Kolumne für das „Aktien Magazin“.

Bildquellen: Michael C. Kissig / dieboersenblogger.de


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