Finanzamt ist nicht gleich Finanzamt… Berlin top – Bremen flop

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Gestern feierten wir meteorologischen Sommeranfang. Zugleich lief für viele Steuerzahler in der Nacht davor der Stichtag für die Steuererklärung ab, ein ähnlich heißes Thema. Nun gilt es abzuwarten, auch was die Steuern auf die Investments usw. angeht. Der Föderalismus wirkt dabei auch hier: Finanzamt ist nicht gleich Finanzamt…

Berlin ist Top. Geht es nach einer aktuellen Auswertung der Onlineplattform steuerkompakt.de arbeiten die Finanzbeamten in Berlin am schnellsten. Eine Steuererklärung, die in den vergangenen zwölf Monaten in den Finanzämtern der Hauptstadt eingereicht wurde, war innerhalb von gut 45 Tagen fertig bearbeitet. Ähnlich flott sind die Ämter in Rhienland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Hamburg. Am meisten Zeit benötigen die Finanzämter in Bremen. Hier warteten die Steuerzahler fast 72 Tage auf ihren Bescheid.

Infografik: So lang wartet man auf den Steuerbescheid | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Finanzamt ist nicht gleich Finanzamt. Schaut man auf die jeweiligen Finanzämter, zeigt sich ein etwas anderes Bild: Aktuell auf Platz 1 liegt das hessische Bensheim mit der Außenstelle Fürth, hier dauert die Bearbeitungszeit durchschnittlich 27,3 Tage. Wer beim Finanzamt Bielefeld-Außenstadt gemeldet ist, erhält den Steuerbescheid im Schnitt nach 29,3 Tagen. Auch in Ibbenbüren arbeiten die Beamten in vergleichsweise flottem Tempo: 31,4 Tage dauert die Bearbeitungszeit der Steuererklärungen hier. Für den Vergleich wurden von der Seite Lohnsteuer kompakt 506 Finanzämter deutschlandweit verglichen, die Einkommenssteuererklärungen bearbeiten.

Infografik: Die schnellsten Finanzämter Deutschlands | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Als Aktienanleger sollte man sich nun aber nicht den Kopf über die Steuer zerbrechen. Eine langfristige Anlageform, die 8 Prozent vor Steuern im Durchschnitt erzielt, kann gerne auch besteuert werden. Der Fiskus bekommt einfach seinen Teil, sobald die Freibeträge ausgeschöpft sind. Das ist für uns absolut in Ordnung.

Und ja, wir wissen auch, dass es in Deutschland üblich ist, eine Geldanlage immer auch hinsichtlich der Steuerbelastung zu beurteilen. Das hat in der Vergangenheit bekanntlich dazu geführt, dass Steuersparmodelle schon fast klassische Anlageformen überholt hatten. Doch weder Ost-Immobilien, noch Medien- oder Schiffsfonds wurden ihren Ansprüchen gerecht. Daher gilt: Anlagen sollten primär nach der tatsächlich erreichbaren Rendite beurteilt werden und weniger nach der Steuerersparniss. Für uns sind hier Aktien klar im Vorteil.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

Ihre dieboersenblogger.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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