Before the Bell: Wie gewonnen, so zerronnen – DAX und US-Futures wieder im Minus

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[ad#Google Adsense L-rechts]Die Hausse-Stimmung an den Märkten ist schneller verflogen als viele gedacht haben. Bereits einen Tag nach der groß angekündigten Rettungsaktion der EU fällt der Euro wieder unter die Marke von 1,27 Dollar. Das Vertrauen der Märkte hat man also nicht erhalten. Denn die Schuldenproblematik ist nach wie vor vorhanden. Und für die Stabilität des Euro wurde ebenfalls nichts zielführendes vereinbart. Somit ist zu befürchten, dass die Rettungsmaßnahmen am Ende nur negative Auswirkungen haben werden, ohne dass zielführende Effekte eingetreten sind. Im Handelsblatt prognostiziert der Historiker Niall Ferguson: „Der Euro wird zur weichen Währung“ – ein lesenswertes Interview.

E.ON kann gut in 2010 starten

Erfreuliche Zahlen kamen heute vom Energieriesen E.ON. Das bereinigte Ergebnis (Adjusted EBIT) konnte im ersten Quartal um 20 Prozent auf gut 3,7 Mrd. Euro gesteigert werden, während der Umsatz mit rund 26 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorjahres lag. Damit kann E.ON von dem lange Winter erwartungsgemäß profitieren. Für das Gesamtjahr bleibt man aber in seinen Schätzungen konservativ vorsichtig: Denn es wird unverändert eine Steigerung des Adjusted EBIT zwischen 0 und 3 Prozent sowie ein bereinigter Konzernüberschuss auf Vorjahresniveau erwartet. Der Kursrückgang der vergangenen Tage, der auch im Zusammenhang mit der Ex-Dividende-Notierung vergangene Woche einhergeht, dürfte die Aktie wieder auf ein interessantes Kursniveau gebracht haben. Aus langfristiger Sicht ist E.ON wieder sehr interessant geworden. Aktuell verliert der Titel im schwachen Umfeld 1,4 Prozent auf 24,98 Euro.

US-Futures ebenfalls deutlich schwächer

Auch in den USA hat die Eu(ro)phorie des Vortages schon nachgelassen. Ein Blick auf die Fakten macht deutlich, dass sich an der tatsächlichen (Verschuldungs-)Lage der EU-Staaten nichts geändert hat. Stattdessen hat man den Banken ein bisschen Zeit gegeben und die Vertrauenswürdigkeit der EZB geopfert. (Siehe dazu das jüngste Statement von Marc Faber) Nachbörslich schau man interessiert auf einige Quartalszahlen. Neben Walt Disney wird auch der Computerspiele-Hersteller Electronic Arts die Berichtsaison mit neuen Fakten versorgen. Wettbewerber Activision Blizzard hatte in der vergangenen Woche die Gewinnprognose übertroffen, wobei allerdings der Ausblick enttäuschte. Bei Electronic Arts wird nun wieder ein Gewinn von 5 Cents je Aktie erwartet, nach einem Verlust von 37 Cents je Aktie im Vorjahr. Der Umsatz soll von 609 Mio. Dollar auf 835 Mio. Dollar ansteigen. So ganz euphorisch sind die Anleger bislang aber nicht. Die Aktie von Electronic Arts muss im Vorfeld der Zahlen schon einmal kräftig Federn lassen. Die US-Futures notieren aktuell deutlich schwächer. Der S&P 500 verliert ein Prozent und der NASDAQ sogar 1,1 Prozent. In Frankfurt gibt der DAX 1,0 Prozent auf 5.957 Punkte nach.


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