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MBB hat es geschafft und eröffnet den Club der Tenbagger!

Es war nur eine Frage der Zeit und am Ende dieser Woche stand fest: es ist passiert. Mit der MBB SE (WKN: A0ETBQ / ISIN: DE000A0ETBQ4) findet sich der erste „Tenbagger“ auf meiner Empfehlungsliste. Seit der Erstaufnahme am 9. September 2012 schlagen 940% an Kursgewinnen und unter Einbeziehung der Dividenden sogar 959,6% Gesamtrendite zu Buche. Innerhalb von weniger als fünf Jahren hat sich das Investment damit also mehr als verzehnfacht. Der Begriff Tenbagger geht übrigens auf den legendären Investor Peter Lynch zurück, den erfolgreichsten Fondsmanager der 1980er Jahre.

Und dabei ist MBB weit entfernt davon, ein „Hot Stock“ zu sein, eine dubiose Internet- oder Biotech-Klitsche oder ein Zocker-Pennystock. Schon der damalige Titel „MBB Industries: steigende Substanz- und Ertragskraft„, unter dem ich MBB hier im Blog vorstellte, zeigte die wahren Werte der MBB. Man kauft Unternehmen und gibt ihnen im Konzernverbund eine neue, dauerhafte Heimat. Dabei agiert MBB als Industrieholding und nicht als Finanzinvestor, das vordringliche Ziel ist nicht, die Beteiligungen schnellstmöglich aufzupeppen und mit Gewinn wieder zu veräußern. Und man lässt sich zeit bei der Auswahl neuer Targets.

MBB-Chart: finanztreff.de

Auf den Schirm bekam ich MBB, weil man im ersten Quartal 2012 gerade die Claas Fertigungstechnik GmbH vom international agierenden Landmaschinenhersteller Claas übernommen hatte, und es schien mir absehbar, dass diese Übernahme MBB in ganz neue Umsatz- und Gewinndimensionen führen würde. Und ich sollte Recht behalten, der Kurs zog zunächst deutlich an, bevor er dann in eine jahrelange Konsolidierungsphase überging. Das ist auch dem vorsichtigen Agieren der MBB-Macher geschuldet, denn erst einige Jahre später erfolgte mit der Aumann-Gruppe der nächste Zukauf. Und wieder war es ein Erfolgsgriff, denn aus der Claas Fertigungstechnik und der Aumann-Gruppe formte MBB die Aumann AG, die für mehr als die Hälfte des Umsatzes und des Gewinns des MBB-Konzern steht. Und brachte die Aumann AG Anfang diesen Jahres erfolgreich an die Börse. Schon zum Börsengang hatte MBB seinen Einstandspreis mehr als verdreißigfacht und seitdem ist der Kurs der Aumann-Aktie um mehr als 50% gestiegen – und da MBB noch 53,6% an der Aumann AG hält, entsprechend auch der Wert der Aumann-Beteiligungen…

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Kissig Ein Beitrag von Michael C. Kissig

Er studierte nach Abschluss seiner Bankausbildung Volks- und Rechtswissenschaften und ist heute als Unternehmensberater und Investor tätig. Neben seinem Value-Investing-Blog „iNTELLiGENT iNVESTiEREN“ verfasst Michael C. Kissig regelmäßig eine Kolumne für das „Aktien Magazin“.

Bildquellen: Michael C. Kissig / dieboersenblogger.de


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