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Allianz: Alternative Investitionsmöglichkeiten

Die Allianz SE (WKN: 840400 / ISIN: DE0008404005) kauft eigene Aktien zurück. Das Unternehmen teilte mit, dass im Zeitraum vom 15.05.2017 bis zum 19.05.2017 exakt 424.594 eigene Aktien zurückgekauft worden sind. Der durchschnittliche Kaufkurs lag demnach bei 171,81 Euro, was eine Summe von 72.949.388,01 Euro ergibt. Das klingt recht viel – aber es gilt hier die Relationen zu beachten.

Die genannten 424.594 Aktien sind laut Allianz gerade einmal 0,09% des Grundkapitals. Grundsätzlich sind solche Aktienrückkäufe erfahrungsgemäß eher bullish zu bewerten im Hinblick auf den Aktienkurs. Denn die Zahl der Aktien im Umlauf verringert sich.

Allianz-Chart: finanztreff.de

Die Allianz hat für knapp 73 Mio. Euro eigene Aktien zurückgekauft

Allerdings verringern sich auch die liquiden Mittel des Unternehmens. Insofern gilt es hier zu fragen, was hätte die Allianz sonst mit dem Geld machen können? Wenn es alternative Investitionsmöglichkeiten gegeben hätte, gilt es abzuwägen – was hätte den Aktionären letztlich mehr gebracht? Im Hinblick auf den Kurs der Allianz-Aktie ist es derzeit übrigens recht spannend, denn es geht um die Frage, ob wir da ein „Topp“ gesehen haben und der Kurs nun kippt (= Aufwärtstrend verlässt und schärfer korrigiert) oder eben nicht. We will see, wie der Angelsachse sagt.

Und hier noch das Zitat zum Tag:

„Wer scheut sich nicht, ein Menschenleben um eine Stunde zu verkürzen! Aber eine Stunde ihm zu verderben, wer hätte das Schlimmere nicht schon verschuldet.“ – Walther Rathenau

Michael VaupelEin Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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Bildquelle: Michael Vaupel / Pressefoto Allianz


1 Kommentar zu Allianz: Alternative Investitionsmöglichkeiten

  1. Die Allianz hat nicht nur 424.594 eigene Aktien zurückgekauft, sondern seit 17. Februar bereits rund 8 Mio. Aktien. Für den Aktienrückkauf sind 3 Mrd. € genehmigt, sodass wir nicht von 0,09 % des Grundkapitals, sondern von rund 4 % des Grundkapitals reden. Die DGAP Kapitalmarktinformation sollte vollständig gelesen und auch vollständig ausgewertet werden, dann ergibt sich ein anderes Bild. Wenn die Aktien eingezogen werden, sollte bei gleichbleibendem Unternehmenswert der Wert der Einzelaktie um diese 3-4 % steigen.

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