Nicht nur draußen wird es heißer

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Wer sich mit der jüngsten Fondsmanager-Umfrage von BofA Merrill Lynch, die gestern veröffentlicht wurde, eingehender beschäftigt, könnte den Eindruck gewinnen, dass sich die globalen Aktienmärkte immer mehr erhitzen. Denn netto 37 Prozent der befragten Vermögensverwalter vertreten die Ansicht, Aktien seien überbewertet; das ist der höchste Stand seit Januar 2000. Damals sollte es dann nur noch ein paar Wochen dauern, bis die sogenannte Dotcom-Blase platzte. Dennoch sind die derzeitigen Werte, zumindest was die USA betrifft, mit denen von damals nicht seriös vergleichbar: Netto 82 Prozent der Fondsmanager halten nämlich US-Aktien für zu teuer und sind daher in diesen Papieren untergewichtet.

Von der Suche nach Alternativen konnten Aktien der Eurozone profitieren und das trotz einer bereits im Vormonat vorhandenen starken Übergewichtung in diesem Bereich. Zumindest wurde die Situation damals bereits von netto 48 Prozent der Fondsmanager so eingeschätzt. Im Mai ist diese Gruppe sogar auf 59 Prozent der Investoren angestiegen – es handelt sich mithin um den dritthöchsten Stand seit Bestehen der Befragung –, weshalb wir getrost davon ausgehen können, dass auch deutsche Standardwerte noch einmal profitiert haben. Außerdem halten per Saldo immer noch 20 Prozent der Fondsmanager Aktien der Eurozone für unterbewertet.

Euro-phorie

Nach der überstandenen französischen Präsidentschaftswahl scheinen europäische Risiken ohnehin bei den internationalen Vermögensverwaltern ausgeblendet zu sein…

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GoldbergEin Beitrag von Joachim Goldberg.

Er beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Bis heute faszinieren ihn die vielen Facetten, Nuancen, Geschichten, Analysen und Hintergründe, die sich in der weißgezackten Linie auf der großen Börsenkurstafel niederschlagen. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein. Seitdem setzt er sich intensiv mit der ”Behavioral Finance” genannten verhaltensorientierten Finanzmarktanalyse auseinander.

Joachim Goldberg schreibt regelmäßig auf seinem Blog www.joachim-goldberg.com.

Bildquelle: Joachim Goldberg / dieboersenblogger.de


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