Neues von der Wall Street: S&P 500 fällt nach verrücktem Handelsverlauf unter das Januarhoch

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Wer den Verlauf des Wall-Street-Handels gestern verfolgt hat, muss sich fragen: Wie kann so etwas passieren? Der Dow Jones, der ohnehin schon deutlich im Minus lag, fiel um kurz vor 20.30 Uhr in nur 20 Minuten um knapp 800 Punkte zurück, um innerhalb der nächsten halben Stunde wieder um 700 Zähler nach oben zu laufen. Im Tief lag der Index fast 1.000 Punkte im Minus – der größte Punktverlust aller Zeiten. Am Ende blieb ein vergleichsweise moderater Tagesverlust von 348 Zählern.

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Hat ein Händler den Absturz ausgelöst?

Die insgesamt schwache Entwicklung war einmal mehr Griechenland geschuldet. Für den beispiellosen Absturz hingegen gab es keinen Grund, wohl aber einen Auslöser. Der jedoch ist bislang nicht endgültig geklärt. Hat ein Händler bei der Eingabe eines Verkaufsauftrags wirklich „Million“ und „Billion“ durcheinander gebracht und mit diesem „Miss-Trade“ tatsächlich das Debakel ausgelöst? Vielleicht werden wir es noch erfahren. Klar ist jedenfalls: Wenn ein Schwergewicht wie die Aktie von Procter & Gamble innerhalb weniger Minuten um 40 Prozent einbricht, um diesen Verlust ebenso schnell wieder aufzuholen, geht irgendwas nicht mit rechten Dingen zu…

Ein Blick auf die Charttechnik

Nichts desto trotz ein Blick auf die Charttechnik. Wenngleich ein Großteil der horrenden Verluste aufgeholt wurde, hat sich die Lage deutlich verschlechtert. Der S&P 500 schloss mit 1.128 Punkten klar unter dem Januarhoch, das bei 1.150 Zählern gelegen hatte. Im Tagestief lag der marktbreite Index bei 1.066 Punkten.

200-Tage-Linie im Blickpunkt

Damit wurde bei dem kurzzeitigen Kursdebakel die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 1.095 Punkten verläuft, vorübergehend klar unterschritten. Der Schlussstand lag aber wieder deutlich über dem Gleitenden Durchschnitt. Die 200-Tage-Linie und die runde 1.100er-Marke könnten nun dafür sorgen, dass sich die Lage ein wenig stabilisiert. Darunter liegen die nächsten Unterstützungen bei 1.066 Punkten in Form des gestrigen Tiefs sowie bei 1.045 Zählern, wo die Korrektur im Februar ihr Ende fand.

Volatilität schießt nach oben

Angesichts der extremen Volatilität – der Volatilitätsindex VIX schoss gestern zeitweise um über 40 Prozent nach oben – sind diese charttechnischen Betrachtungen derzeit aber mit Vorsicht zu genießen. Erst einmal muss sich die Lage wieder ein wenig beruhigen.


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