Warum die Bullen beim Goldpreis weiter dran sind

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Bundesbank

Steigende US-Zinsen, der Sieg Emmanuel Macrons bei den französischen Präsidentschaftswahlen und die schwächelnde weltweite Goldnachfrage zu Jahresbeginn. Goldpreis-Bullen mussten zuletzt einige Tiefschläge wegstecken. Allerdings gibt es noch Hoffnung.

Die US-Leitzinsen bleiben erst einmal in einer Spanne zwischen 0,75 und 1,0 Prozent. Das hat die Notenbank Fed auf ihrer Sitzung am 2. und 3. Mai beschlossen. Schon Mitte Juni könnten die Leitzinsen jedoch weiter steigen. Schließlich erklärte die Fed, dass das schwache Wirtschaftswachstum in den USA zu Beginn des Jahres lediglich ein Ausrutscher gewesen sei. Außerdem würde sich der heimische Arbeitsmarkt weiter erholen. Die Bestätigung kam mit den Arbeitsmarktdaten für den Monat April. Laut Angaben des Arbeitsministeriums vom 5. Mai wurden im April 211.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen. Zudem sei die Arbeitslosenquote von 4,5 auf 4,4 Prozent und damit den niedrigsten Wert seit Mai 2007 gefallen. Was gute Nachrichten für die US-Wirtschaft sind, könnten Goldpreis-Bullen weniger gerne hören.

Höhere US-Leitzinsen führen in der Regel zu einem stärkeren US-Dollar. Da Edelmetalle und Rohstoffe in der US-Währung gehandelt werden, verteuert sich deren Anschaffung, was auf die Nachfrage drückt. Außerdem werden mit steigenden Zinsen Alternativen zu Gold wie Staatsanleihen attraktiver. Gold selbst wirft bekanntermaßen keine laufenden Erträge ab. Allerdings könnte die Fed in Sachen Zinswende doch noch auf die Bremse treten, wenn sich die Wachstumsdynamik der US-Wirtschaft weiter abschwächen sollte. Ausgesetzte Leitzinserhöhungen dürften den Goldpreis kurzfristig stützen.

Zudem können die Goldpreis-Bullen derzeit auf einen relativ niedrigen Goldpreis verweisen, so dass unter anderem Schnäppchenjäger die Nachfrage und damit den Preis ankurbeln könnten. Außerdem sollte Gold als ein so genannter „Sicherer Hafen“ attraktiv bleiben. Der als europafreundlich geltende Politiker Emmanuel Macron hat die französischen Präsidentschaftswahlen gewonnen. Damit haben die EU und die Eurozone eine Verschnaufpause gewonnen. Mehr aber auch nicht. Die so genannten Euro-Skeptiker sind längst nicht am Ende. Weitere wichtige Wahlen werfen ihre Schatten voraus, genauso wie der Brexit. Außerdem kann sich Macron nicht auf eine parlamentarische Mehrheit verlassen, so dass für Frankreich und für Europa weitere Unsicherheiten lauern.

Es bleibt jedoch abzuwarten, ob die Goldnachfrage damit ihr Zwischentief überwinden kann. Laut Angaben des Branchenverbandes World Gold Council vom 4. Mai schrumpfte die Goldnachfrage im ersten Quartal 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf 1035 Tonnen. Bei den physisch hinterlegten Gold-ETFs wurden Zuflüssen in Höhe von 109,1 Tonnen festgestellt. Im Vorjahr lag dieser Wert allerdings noch bei 342,1 Tonnen. Dabei waren Anleger in Deutschland und Großbritannien die Treiber der Nachfrage Gold-ETFs zu Jahresbeginn. Der Grund dürfte in den politischen Unsicherheiten (Wahlen, Brexit, …) liegen. Diese sind noch nicht ausgestanden. Damit könnten sich Briten und Deutsche weiterhin als Gold-Fans erweisen und möglicherweise dazu beitragen, dass sich die Goldnachfrage insgesamt weiter erholt.

Spekulative Anleger, die steigende Goldnotierungen erwarten, könnten mit einem Faktor-Long-Zertifikat mit dem Hebel (Faktor) von 4 der Deutschen Bank (WKN: DX4XAU / ISIN: DE000DX4XAU9) auf ein solches Szenario setzen. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist und auf fallende Goldpreise setzen möchte, erhält mit einem Faktor-Short-Zertifikat mit dem Hebel (Faktor) 4 der Deutschen Bank (WKN: DX4GLD / ISIN: DE000DX4GLD7) die Gelegenheit dazu.

Stand: 11.05.2017/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

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