Heard in New York: Große Nervosität an den Märkten, Menschliches Versagen Auslöser für Kurssturz und Beinahe-Crash?

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Was für ein Handelstag. Da verliert der Dow Jones mal eben in wenigen Minuten 998 Punkte und keiner weiß so recht warum. Ist es die Angst um Griechenland und die Staatspleite? Oder die Sorge vor einem europäischen Bankencrash wie etwa Moody’s heute mit Blick auf Italien und Großbritannien anmerkte? Nun so recht weiß es niemand. Berichte um menschliches Versagen und technische Defekte machen ebenfalls die Runde. Wie Barrons berichtet, soll es bei der Citigroup zu einem fatalen Fehler gekommen sein. Bei einer Verkauforder sollen drei zusätzliche Nullen angehängt worden sein, wodurch aus Millionen Milliarden wurden. Darauf deuten unnatürliche Kursbewegungen bei Procter & Gamble, Accenture und 3M hin. Beide Titel wiesen kurzzeitige Kurseinbrüche hin, die zu weiteren milliardenschweren automatischen Verkaufsordern geführt haben. Accenture sollen kurz sogar für 1 Cent zu haben gewesen sein. Die NYSE hat jedenfalls bereits umfangreiche Untersuchungen angekündigt. Am Ende verlor der Dow Jones 3,2 Prozent auf 10.520 Punkte.

[ad#Google Adsense L-links]Unabhängig davon, ob es die Bilder brennender Barrikaden in Athen oder ein technisches Versagen waren. Der heutige Handelstag mit einem Intraday-Kurssturz wie man ihn prozentual seit 1987 und absolut noch nie gesehen hat macht deutlich, wie nervös die Märkte sind. Aufgrund der Verkettung der Märkte fielen Euro und Dollar im Vergleich zu Franken oder Yen drastisch. Der Goldpreis ging in die Höhe. Alles in allem ein weiterer Warnschuss für die Anleger. Und vor allem für die Politik. Aber wenigstens aus Großbritannien dürfte man ab Morgen, wenn die Wahlen ausgezählt sind, die brutale Wahrheit hören können. Der Wahlsieger steht bereits jetzt vor gigantischen Problemen. Griechenland ist im Verhältnis dazu nur ein winziges Problem. Die kommenden Tage werden zeigen, wie stabil die Märkte sind und zu was die Politik in der Lage ist.

Update: Der US-Blog CalculatedRisk berichtet auch über Gerüchte um Liquiditätsprobleme einer europ. Bank. (CalculatedRisk: Market Update), die die Panik ausgelöst haben soll.

Mehr auch beim Handelsblatt: Wall Street rätselt über dramatischen Kurseinbruch.


1 KOMMENTAR

  1. Die Griechenland-Krise hat den Dow-Jones-Indes zwischenzeitlich um über neun Prozent einbrechen lassen. Das war der größte Absturz innerhalb eines Handelstages seit Bestehen der New Yorker Börse. Das zeigt, dass der Fall Griechenland längst die ganze Welt infiziert hat. Ich glaube die Politiker wissen auch nicht, wie es weitergeht.

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