Bitcoin spaltet die Finanzgemeinde – zu Unrecht?

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Die digitale Währung Bitcoin sorgt für Furore. Während die einen darauf beharren, dass Kryptowährungen eines Tages Zentralbanken überflüssig machen und unser Zahlungssystem revolutionieren werden, sehen andere nur ein Spielzeug von Spekulanten und eine attraktive Möglichkeit, illegale Geschäfte zu verschleiern.

Auch wenn man kein Fan von Bitcoins ist, muss man sich inzwischen wenigstens mit der Kryptowährung auseinandersetzen. Spätestens seit 1 Bitcoin deutlich mehr kostet als 1 Feinunze Gold (ca. 31,1 Gramm). Aktuell stehen die Bitcoins bei etwas mehr als 1.700 US-Dollar, während die Feinunze etwa 500 US-Dollar weniger kostet. Dies kann sich jedoch schnell ändern. Wie schnell die Bitcoin-Notierungen abstürzen und wieder in die Höhe schießen können haben wir in den vergangenen Jahren häufig erlebt. Aber: derzeit ist Bitcoin nicht zu bremsen.

Dies ist übrigens ein Indiz dafür, dass Bitcoins weiterhin nicht als seriöse Anlage zu betrachten sind, mit der sich beispielsweise die Altersvorsorge aufbessern lässt. Laut Carl-Ludwig Thiele, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank, ist die Kryptowährung auch nicht dazu geeignet, Euro, US-Dollar & Co abzulösen, da sie nicht als universales Tauschmittel im Handel genutzt wird oder keine Funktion als Wertaufbewahrungsmittel erfüllt.

Dennoch hat sie beim Thema Transaktionsgeschwindigkeit die Nase vorn, wie folgende Grafik zeigt:

Infografik: Bitcoin ist günstiger und schneller | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Vielleicht muss man Bitcoin einfach als das sehen, was es ist: Den Versuch etwas analoges wie Geld durch etwas digitales zu ersetzen. Dass das nicht eins zu eins klappt sollte jedem klar sein. Wer also starke Nerven mitbringt, mit enormen Preisschwankungen leben kann und es ihm auch nichts ausmacht, ein wenig Gelds zu verzocken, kann mithilfe von Bitcoins wild drauf los spekulieren. Die Preise für Bitcoins werden derzeit unter anderem von der Hoffnung auf die Genehmigung der Zulassung des ersten Bitcoin-ETF beflügelt. Sollte es diese jedoch nicht geben, dürften die Preise erneut abstürzen. Aber warten wir erst einmal ab…

Für uns ist und bleibt Bitcoin ein hochspekulatives Anlagesubjekt. Alternativ zum Direktinvestment kann man seit kurzem auch den etwas einfacher zu handelnden Umweg über ein Zertifikat wählen. Vontobel hat dazu ein Partizipationszertifikat auf den Wert eines Bitcoin in US-Dollar (WKN: VN5MJG / ISIN: DE000VN5MJG9) aufgelegt. Auf diese Weise lässt sich ein Bitcoin-Investment auch im „normalen“ Depot abbilden.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

Ihre dieboersenblogger.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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