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AmazonFresh und der erhoffte Durchbruch beim Online-Lebensmitteleinkauf

Berlin wird ja gerne in vielen Bereichen eine gewisse Vorreiterrolle und Avantgarde zugebilligt. Doch ob das nun auch beim Online-Lebensmitteleinkauf der Fall sein wird? Wir sind skeptisch, beobachten aber umso gespannter den Start von AmazonFresh. AmazonFresh? Ja, das ist etwas neues…

Der E-Commerce-Riese Amazon.com (WKN: 906866 / ISIN: US0231351067) hat bekanntlich das Einkaufen in vielen Bereichen und Regionen grundlegend verändert. Nun schicken sich die Amerikaner an, auch das Lebensmittel einkaufen zu verändern. Mit AmazonFresh.

Prime-Mitglieder in Teilen von Berlin und Potsdam können damit ab sofort ihren kompletten Wocheneinkauf via Amazon erledigen. Das Angebot zum Start umfasst mehr als 85.000 Artikel – darunter finden sich auch frische Lebensmittel und hunderte ausgewählte Artikel von Berliner Feinkostgeschäften und ortsansässigen Lebensmittelhändlern.

Das Preismodell ist dabei überschaubar: AmazonFresh ist für Prime-Mitglieder in Teilen von Berlin und Potsdam für 9,99 Euro monatlich verfügbar – mit unbegrenzter Anzahl an Gratis-Lieferungen bei einem Mindestbestellwert von je 40 Euro.

Die Kundschaft kann sich dabei auf flexible Lieferoptionen von Montag bis Samstag verlassen: Bis mittags bestellen und die Lieferung pünktlich zum Abendessen erhalten ist kein Problem. Kunden können bis 23 Uhr bestellen und die Bestellung schon am nächsten Tag in einem gewählten 2-Stunden-Lieferfenster erhalten.

Wenn es für den Kunden bequemer ist, kann er die Lieferung zwischen 5 und 22 Uhr an einem geschützten Ort abgeben lassen, ohne sie persönlich entgegennehmen zu müssen. Das widerum ist nichts neues. Das gibt es beispielsweise auch in Stuttgart am Hauptbahnhof und wird von Rewe angeboten.

Der große wirtschaftliche Erfolg dürfte mit diesem Schritt für Amazon sicher nicht verbunden sein. Der deutsche Lebensmittelmarkt gilt als der härteste der Welt, an dem sich Wal-Mart schon die Zähne ausgebissen hat. Aber: Das schöne für Amazon ist, dass sich das Unternehmen auf diese Weise die Loyalität ihrer Kundschaft weiter hochhält.

Zudem hält man sich auf diese Weise lästige Konkurrenz vom Hals, wenn man von Lebensmitteln bis Elektroartikeln alles im Angebot. Und wer weiß, was eines Tages Amazon aus dem Geschäftsmodell macht.

Einen langen Atem braucht Amazon (und jeder andere Wettbewerber) so oder so, wie die folgende Grafik zeigt:

Infografik: Durchbruch für Lebensmittel aus dem Netz? | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Auch in Zukunft wird die Haptik beim Einkaufen eine große Rolle spielen. Sprich der Gang in den Supermarkt, zum Gemüsehändler oder Metzger bleibt ein großes Thema. Online Lebensmittel einkaufen dürfte nur in wenigen Großstädten und nur bei wenigen Menschen tatsächlich funktionieren. Ob das für ein Geschäftsmodell reicht, wird Amazon in einigen Monaten berichten. Bis dahin ist nur eins klar: Amazon lässt nichts unversucht. Finden wir gut.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

Ihre dieboersenblogger.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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Bildquelle: Pressefoto Amazon.de


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