Heard in New York: Dow Jones trotz guter Konjunkturdaten erneut schwächer

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[ad#Google Adsense XL-rechts]Die US-Märkte standen auch zur Wochenmitte im Schatten der Euro-Schulden-Krise. Das Thema Griechenland wird eben auch an der Wall Street sehr genau verfolgt. Zumal die Ratingagentur Moody’s mit Portugal und einer drohenden Herabstufung dort ein weiteres Mitglied der „PIGS“ auf das Krisen-Tablett schob. Bedrohlich für die US-Wirtschaft ist zudem die zunehmende Stärke des Dollar gegenüber dem Euro. Da helfen auch gute Konjunkturdaten wie der ADP-Arbeitsmarktbericht oder der ISM-Dienstleistungs-Index wenig. Der Dow Jones verlor am Ende 0,55 Prozent auf 10.866 Punkte. Auch der S&P 500 und die NASDAQ gaben deutlich nach. Solange das Thema Griechenland weiter in der Schwebe hängt werden die Börsen ihre Nervosität beibehalten. Sowohl in Europa, als auch in den USA.

Marktforschungsinstitut Gartner erhöht Ausblick

Was hierzulande die GfK ist, ist in den USA das Marktforschungsinstitut Gartner. Der Konzern konnte nun im ersten Quartal 2010 seinen Gewinn unerwartet auf 19,4 Mio. Dollar bzw. 19 Cents je Aktie (bereinigt: 24 Cents je Aktie) steigern. Auch der Umsatz übertraf trotz Rückgang auf 295,8 Mio. Dollar die Erwartungen. Auch in Sachen Ausblick konnte Gartner nun überzeugen. Für das laufende Geschäftsjahr 2010 geht man von einem bereinigten Gewinn von 0,96 bis 1,08 Dollar aus. Bislang hatte man 0,91 bis 1,03 Dollar je Aktie in Aussicht gestellt. Die Umsätze sieht Gartner unverändert bei 1,25 bis 1,29 Mrd. Dollar. Die Markterwartungen liegen hier bei einem EPS von 98 Cents bzw. Umsätzen von 1,27 Mrd. Dollar. Alles in allem ein Grund für deutliche Kursgewinne des MidCap-Titels. Heute gewann die Gartner-Aktie rund 3 Prozent. Mit diesen Zahlen im Hintergrund dürfte sich der eindrucksvolle Aufwärtstrend wohl weiter fortsetzen, wenngleich die Aktie derzeit bereits mit einem 2011er KGV von 20 gehandelt wird.

Washington Post will sich von Verlustbringer „Newsweek“ trennen

Der Medienkrise macht auch vor altehrwürdigen Institutionen wie der „Newsweek“ nicht halt. Heute gab das Verlagshaus Washington Post bekannt, dass man sich von dem Verlustbringer trennen möchte. Das 1933 gegründete Magazin gehört seit 1961 zum Washington Post-Konzern und schreibt seit 2007 rote Zahlen. Laut Chairman Donald E. Graham sei davon auszugehen, dass trotz der heldenhaften Anstrengungen des Managements und der Mitarbeiter Newsweek auch 2010 Verluste erwirtschaften werde. Er bezeichnete Newsweek als lebendiges und wichtiges Magazin, das im aktuellen Umfeld woanders besser aufgehoben sei. Am Markt löste die Meldung wenig Jubel aus, denn aus den Problemen bei Newsweek lassen sich auch Rückschlüsse auf andere Publikationen ziehen. Die Aktie von Washington Post verlor am Ende 0,4 Prozent.


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