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Solarworld: Es bleibt schwer, auf einen grünen Zweig zu kommen

Bei Solarworld (WKN: A1YCMM / ISIN: DE000A1YCMM2) steht die Veröffentlichung der Zahlen für das erste Quartal planmäßig zwar erst für den 15. Mai an – doch der Bonner Konzern hat vorab bereits vorläufige Kennzahlen mitgeteilt.

Die Eckdaten sehen so aus: Der Umsatz lag im ersten Quartal 2017 demnach bei 186 Mio. Euro – nach 213 Mio. Euro im ersten Quartal 2016. Der Blick auf die Absatzmenge zeigt: Diese betrug im ersten Quartal 2017 382 Megawatt (MW), was ein Anstieg sowohl gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum (340 MW) als auch gegenüber dem ersten Quartal war (348 MW). Also mal wieder das alte Bild: Die Absatzmenge (gemessen in MW) steigt zwar – aber die Umsätze sinken. Daran zeigt sich also wieder einmal, dass die Modulpreise weiterhin gesunken sind.

Solarworld-Chart: finanztreff.de

Solarworld: Absatzmenge steigt – Umsätze sinken

Solarworld setzt inzwischen ja darauf, dass die Produktlinien begrenzt werden (Fokussierung auf die sogenannte monokristalline Hochleistungstechnologie). Die Produktionskosten sollen sinken – doch wenn die Preise für die Produkte (= Photovoltaikmodule) weiterhin sinken, dann ist es eben schwer, auf einen grünen Zweig zu kommen. Wenn das Ebit 2019 wieder in den schwarzen Bereich springen soll, dann ist die Frage, ob das Unternehmen bis dahin überhaupt überlebt. Nähere Erkenntnisse könnten vielleicht die vollständigen Quartalszahlen bringen – die wie gesagt laut Plan in rund zwei Wochen (am 15. Mai 2017) veröffentlicht werden sollen.

Und hier noch das Zitat zum Tag:

„Was man Tugend nennt, ist oft nur die Unfähigkeit, ein Vergnügen zu fühlen.“ – Jean-Jacques Rousseau

Michael VaupelEin Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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Bildquelle: Michael Vaupel / Pressefoto Solarworld


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