Before the Bell: Euro-Krise sorgt für Zurückhaltung, DAX und US-Futures schwächer

0

[ad#Google Adsense L-rechts] Die deutschen Aktienmärkte gehen auch heute auf Tauchfahrt und der DAX büßt die 6.000er Marke ein. Hintergrund ist weiterhin die Euro-Schwäche – der Kurs bleibt unter 1,30 Dollar. Die Angst, dass aus der Griechenlandkrise eine Euro-Krise wird, bekommt immer neues Futter. Die heutigen Unruhen in Griechenland machen deutlich, dass die Bedingungen für die Hilfsmaßnahmen noch längst nicht erfüllt sind. Mit Blick auf die unzähligen Demonstranten und die ersten Toten (SPON) erscheint eine weitere Unterstützung der Athener Regierung und des Parlaments durch die Griechen zumindest fraglich. Was eigentlich passiert, wenn die Griechen ihr Sparpaket doch nicht beschließen, wird derzeit nicht diskutiert, geschweige denn in Erwägung gezogen. Nun ja, nachdem gestern Spanien im Fokus stand, dürfte jetzt wohl bald Großbritannien in den Blickpunkt der Anleger rücken. Nach der Wahl werden die Grausamkeiten in Sachen Staatsfinanzen erwartet. Sowohl von innen, als auch außen: Franck Biancheri erklärt dazu im Handelsblatt-Interview: „Bald beginnt die Schlacht um England“.

EU: Wirtschaft wächst, Staatsdefizite steigen

Eigentlich erfreuliche Meldungen kamen heute von der EU-Kommission. Diese bestätigte in ihrer Frühjahrsprognose, dass sich die EU-Wirtschaft langsam erholt. Sie geht davon aus, dass die Wirtschaft 2010 um 1 Prozent und 2011 um 1,75 Prozent wachsen wird. Damit ist die EU-Kommission ein viertel Prozentpunkt optimistischer als im Herbst. Das Staatsdefizit 2010 gibt die EU-Kommission mit durchschnittlich 7,25 Prozent des BIPs an. Für Deutschland wird es mit 5,0 Prozent angegeben, wohingegen Griechenland auf 9,3 Prozent kommen soll.

US-Futures erneut schwächer

An der Wall Street sorgt man sich weiter um die Lage in Europa. Ohne eine prosperiende EU ist auch eine wirtschaftliche Erholung der USA wenig Wert. Bei den Konjunkturdaten richtet sich der Blick auf den ISM Dienstleistungsindex (April). Die Berichtsaison geht ebenfalls weiter – hier stehen nachbörslich u.a. Symantec, Kimco Realty und JDS Uniphase auf der Agenda. Die US-Futures notieren aktuell erneut schwächer. Der S&P 500 verliert 0,4 Prozent und der NASDAQ 0,3 Prozent. In Frankfurt notiert der DAX bei 5.993 Punkten (-0,2 Prozent).


HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here