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Die Handelswoche begann dank der Frankreich-Wahl mit einem Kursfeuerwerk an der Börse. Der DAX konnte endlich ein neues Allzeithoch erreichen und am Dienstag sogar den Montagsrekord mit 12.486,29 Punkten noch einmal deutlich übertreffen. Aber nun stellt sich die Frage: Wie geht es weiter?

Das bekannte Börsen-Sprichwort „Sell in May and go away“ liegt in diesen Tagen wieder in aller Munde. Die zuletzt guten Trends bei Wirtschafts- und Unternehmenszahlen sprechen bisher wenig dafür, dass der Mai seinem Ruf als gefährlicher Börsenmonat gerecht wird – solange böse Überraschungen ausbleiben. „Treten im Mai keine politischen Horrorszenarien wie ein Wahlsieg Le Pens ein, scheint auf Basis der Datentrends ‚Sell in May and go away‘ dieses Mal eher nicht angebracht“, so etwa Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers. Wollen wir es hoffen, dass der Mai tatsächlich ein ähnlich guter Börsenmonat wird.

Spannende Zahlen gab es diese Woche von der Deutsche Bank (WKN: 514000 / ISIN: DE0005140008). Dort machten sich die Kostensenkungen bezahlt. An der Börse kam dies ebenfalls gut an. Zum Wochenschluss klärte sich zudem noch eine wichtige Personalie. Der Mai kann also auch für Deutschlands größte Bank beginnen.

Deutschland

Daimler hatte bereits beeindruckende Eckdaten für das erste Quartal 2017 präsentiert. Zudem stellte die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) fest, dass Daimler mit BMW 2016 die Liste der profitabelsten Automobilkonzerne der Welt anführte. Somit waren die jüngsten Erfolgsmeldungen auch keine Überraschung. Mehr dazu hier.
Die K+S-Aktie konnte 2016 einen beeindruckenden Jahresendspurt verzeichnen. Marktteilnehmer hofften auf eine Erholung am Markt für Kalidünger. Zuletzt war jedoch kaum noch etwas von der positiven Aufbruchstimmung zu sehen. Mehr dazu hier.

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Der Frankfurter DAX hat endlich ein neues Allzeithoch erreicht

Bei ElringKlinger deutet sich aus technischer eine Trendwende an. ElringKlinger zählt zu den großen Herstellern von Zylinderkopf- und Spezialdichtungen, Kunststoffbauteilen, Abschirmsystemen für Motor, Getriebe und Abgasanlage sowie Batterie- und Brennstoffzellenkomponenten. Im vergangenen Jahr kassierte der Automobilzulieferer bereits im Sommer die eigene Jahresprognose und stürzte die Aktie deutlich nach. Mehr dazu hier.

International

Für die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und einige Nicht-OPEC-Mitglieder sollten die Ende 2016 vereinbarten Rohöl-Förderkürzungen den Durchbruch bringen. Nach Jahren niedriger Rohölnotierungen sollten die Preise wieder angekurbelt werden. Zunächst schien die Strategie aufzugehen. Zuletzt kamen die Rohölpreise jedoch kaum vom Fleck. Dies könnte sich ändern. Mehr dazu hier.
Die Aktie des Goldminenbetreibers Barrick Gold profitierte im bisherigen Jahresverlauf von einer Goldpreiserholung. Zuletzt gab es jedoch Anzeichen dafür, dass die Erholungsrallye zu Ende gehen könnte. So etwas hört man beim kanadischen Branchenprimus gar nicht gerne. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sich Barrick Gold selbst zuletzt nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Mehr dazu hier.
Die Aktie des Pharmakonzerns Novartis konnte sich am Dienstag mit deutlichen Kurszuwächsen an die SMI-Spitze setzen. Zuvor hatten die Basler Zahlen für das erste Quartal 2017 präsentiert und dabei trotz eines anhaltend schwierigen Umfelds eine ordentliche Figur abgegeben. Mehr dazu hier.
In einem starken Gesamtmarktumfeld gehörte die LafargeHolcim-Aktie am Montag zu den Enttäuschungen am schweizerischen Aktienmarkt. Investoren zeigten sich angesichts eines Wechsels an der Konzernspitze unzufrieden. Mehr dazu hier.
Die Aktie des österreichischen Öl- und Gaskonzerns OMV schoss am Freitag regelrecht in die Höhe und übernahm mit deutlichem Abstand die Spitzenposition im ATX. Zuvor hatte das Unternehmen überraschend starke Quartalsergebnisse präsentiert. Mehr dazu hier.

Wochenvorschau: Unternehmenstermine

In Sachen Quartalszahlen hält uns die Berichtssaison zum ersten Quartal 2017 weiter auf Trab. In der kommenden Woche stehen u.a. Unternehmensdaten an von Apple, BP, Mastercard, Merck & Co., Pfizer (Dienstag); Facebook, Fresenius, FMC, Hugo Boss, Osram, VW (Mittwoch); Adidas, BMW, Infineon, Royal Dutch, Siemens, Societe Generale (Donnerstag).

Wochenvorschau: Konjunkturdaten

Montag
00:00 DE Börse Frankfurt geschlossen
14:30 US Persönliche Einnahmen (März)
14:30 US Private Konsumausgaben (März)
16:00 US Bauausgaben (März)
16:00 US ISM-Index verarb. Gewerbe (April)

Dienstag
09:55 DE Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe (April)
10:00 EU Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe (April)
11:00 EU Arbeitsmarktdaten (März)

Mittwoch
09:55 DE Arbeitsmarktdaten (April)
11:00 EU BIP (Q1)
11:00 EU Erzeugerpreise (März)
14:15 US ADP-Arbeitsmarktreport (April)
16:00 US ISM-Index Dienstleistungen (April)
20:00 US Fed-Zinsentscheid

Donnerstag
09:55 DE Einkaufsmanagerindex Dienste (April)
10:00 EU Einkaufsmanagerindex Dienste (April)
10:00 EU Einkaufsmanagerindex Gesamt (April)
11:00 EU Einzelhandelsumsatz (März)
14:30 US Handelsbilanz (März)
14:30 US Produktivität (Q1)
14:30 US Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Vorwoche)
16:00 US Auftragseingang Industrie (März)

Freitag
14:30 US Arbeitsmarktdaten (April)
21:00 US Verbraucherkredite (März)

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