Aurelius-Aktie: Großer Schaden für die Aktienkultur

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Schon jetzt ist klar: Bei Aurelius (WKN: A0JK2A / ISIN: DE000A0JK2A8) gibt es viele Verlierer [Aktionäre] und nur wenige Gewinner [Shortseller]. Das ist schlecht. Die Aktienkultur hierzulande wird nicht gestärkt, sondern die Kritiker werden lediglich in ihren Vorurteilen bestärkt. Aktien, das sei doch nur Zockerei.

Mitnichten, aber wenn sich Sparer die Kursbewegungen bei Aurelius in den vergangenen Tagen ansehen, könnten sie diesen Eindruck bekommen. Es ist die ewige Shortseller-Geschichte [wie schon bei Wirecard]. Phase eins: der Reseach-Bericht. Meist finden sich darin Formulierungen wie Manipulation, Verschleierung oder geringe Werthaltigkeit. Bei Aurelius [siehe auch hier] ist das nicht anders. Die Beteiligungen der Holding seien nicht viel wert, zumindest nicht so viel wie die Bilanz ausweise, sagt Gotham City Research, der Shortseller. Beteiligungen seien in der Vergangenheit vielfach mit Verlust verkauft worden, weshalb es wohl schwierig würde in der Zukunft Käufer bei einem Exit zu finden. Zudem glaube der Vorstand selber nicht mehr an das eigene Unternehmen, da er im Dezember (2016) rund 40 Prozent seines Unternehmensanteils getrennt habe. Seltsam ist das schon, in dieser Höhe. Dies habe steuerliche Gründe, heißt es vom Aurelius-Vorstand dazu. Ähm. Ja, da möchte man, zumindest reflexartig, sofort seine Aurelius-Aktien aus dem Depot räumen, sofern sich welche darin befinden oder noch befinden.

Aurelius-Chart: finanztreff.de

Phase zwei: Dann ist da aber auch noch dieser Badman – Gotham City Reseach –, der seine Leerverkaufsposition bei rund 40 Euro fast komplett glattstellt, obwohl er ein Kursziel von knapp 9 Euro herausposaunt hat [auch das zählt zu den probaten Shortseller-Strategien, ein absurd niedriges Kursziel]…

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SchummEin Beitrag von Thomas Schumm von Plusvisionen.de

Thomas Schumm ist Gründer und Herausgeber von Plusvisionen.de. Autor. Journalist. Früher auch: Reporter, Redakteur oder Chefredakteur. Seit 25 Jahren an der Börse. Bestimmt fast alles an der Börse gehandelt, was es so zu handeln gibt, jetzt aber ruhiger in dieser Hinsicht. Seit 20 Jahren publizistisch im Finanzbereich tätig. Begeistert von Wirtschaft und Börse.

Bildquellen: Thomas Schumm / dieboersenblogger.de


1 KOMMENTAR

  1. Ausländische Unternehmen zahlen in den USA regelmäßig Strafen in Milliardenhöhe für teilweise wahnwitzige Vorwürfe. Nur hier in Deutschland scheint der Finanzmarkt eine Freiwildzone auf private Kleinanleger zu sein, da diese meistens bei all diesen Betrügereien auf der Strecke bleiben. Die tolle „BaFin“ ermittelt wie immer ohne Ergebnisse in voller Inbrunst und letztlich wird immer weiter abgezockt. Wer will sich da noch wundern, dass der Kapitalmarkt nicht als Alternative zum Sparbuch akzeptiert wird? Theoretische 6% mit Aktien gegenüber 0% vom Sparbuch sind halt relativ, wenn immer öfter Totalverluste aus solchen Leerverkaufsorgien ausgelichen werden müssen. Die Gotham-Research Bosse gehören zur Verantwortung gezogen und zu Milliardenstrafen verurteilt.

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