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Heard in New York: Dow Jones legt deutlich zu, Griechenland-Hilfen im Fokus

[ad#Google Adsense L-links]An den US-Märkten blickte man zum Wochenauftakt wieder deutlich optimistischer in die Zukunft. Nach den Abschlägen vergangene Woche konnte der Dow Jones 1,3 Prozent auf am Ende 11.151 Punkte zulegen. Auch S&P 500 und NASDAQ gewannen 1,3 bzw. 1,5 Prozent hinzu. Neben einigen Unternehmensmeldungen und der fortgesetzten Berichtsaison sorgten auch positiv ausgefallene Quartalszahlen für gute Laune. Im Fokus standen daneben auch die US-Automobilabsatzzahlen, die zeigen, dass sich der amerikanische Automarkt weiter erholt. Ob aber auch hierzulande alles wieder easy ist, darf derweil bezweifelt werden…

Griechenland-Krise führt zu kreativer Buchführung

Die Verhandlungsleistungen in Sachen Griechenland beeindruckten die Märkte in Europa heute dagegen kaum. Weiterhin sehen viele Anleger in den nun geplanten Kreditzusagen eher ein falsches Spiel auf Zeit. Diese Einschätzung wird inzwischen auch durch die nach und nach bekannt gewordenen Details: So nimmt die EZB nun auch griechische Staatsanleihen unabhängig vom Ramsch-Rating als Sicherheit entgegen – ein Novum in der Geschichte der EZB und zugleich ein erhebliches Risiko. (Pressemitteilung) Ein anderes Detail betrifft die Finanzierung des deutschen Anteils. Hier soll ja bekanntermaßen die Bank für alle Gelegenheiten KfW eingreifen. Der Schattenhaushalt des Bundes refinanziert sich aufgrund der Staatshaftung ähnlich günstig wie Deutschland selbst. Apropos Schattenhaushalt: Bei Verlorene Generation konnte man heute erfahren, wie sehr man sich Griechenland inzwischen auch in Berlin zum Vorbild nimmt. Die Frankfurter Rundschau schreibt:

Die Bundesregierung prüft nach Informationen der FR einen Buchungstrick, um die Schuldenbremse des Grundgesetzes 2011 ohne harte Einschnitte einhalten zu können. Bei der neuen Defizitgrenze habe sie ein Schlupfloch gefunden, heißt es in Regierungskreisen.
Um das zu nutzen, könnte der Bund seine Überweisung an die Arbeitslosenversicherung als Darlehen deklarieren. Damit sicherte er sich Ansprüche auf Rückzahlung in der Zukunft. Entsprechend sänke den Angaben zufolge sein strukturelles Defizit um rund neun Milliarden Euro. Die Koalition könnte formal die Schuldenbremse einhalten, ohne ernsthaft sparen zu müssen.

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Da kann man eigentlich nur sprachlos zurückbleiben.
Um aber nochmal auf Griechenland zurückzukommen. So nett die Kreditzusagen sind, ohne harte Einschnitte wird sich Griechenland nicht in eine bessere Lage versetzen. Und eben diese Einschnitte werden von der Bevölkerung so gut wie nicht akzeptiert. Zumindest wenn man die heftigen Auseinandersetzungen auf den Straßen Athens wahrnimmt (erstaunlicherweise sieht man im deutschen Fernsehen eher weniger davon). Aber zurück zu den (Aktien-)Märkten.

Avis und Hertz vor Übernahmeschlacht um Dollar Thrifty

Nachdem Einigung im Airlinesektor deutlich ruhiger von Statten ging, sorgen die Autovermieter für Gesprächsstoff. Ziel der Begehrlichkeiten ist der kleine amerikanische Autovermieter Dollar Thrifty. Vor einer Woche hatte Hertz angekündigt Dollar Thrifty für 41,00 Dollar je Aktie übernehmen zu wollen. Heute nun machte Avis-Chef Ronald Nelson deutlich, dass er sich nicht kampflos geschlagen geben will. Im Kampf um Marktanteile will man nun ein „substanziell höheres Gebot“ für Dollar Thrifty einreichen (Handelsblatt). Der Dollar Thrifty-Aktie tat diese Meldung sehr gut, sie legte mehr als 15 Prozent zu. Dagegen ging es bei Hertz rund 3,5 Prozent nach unten. Bei Avis Budget ging es im Vorfeld der heutigen Quartalszahlen nur leicht nach unten.


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