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Alles easy wieder…?
3. Mai 2010 von Christoph Scherbaum | kein Kommentar
Im heutigen L-Handel ging es am DAX wieder heiß her. “Gute Konjunkturdaten aus Amerika und die Einigung innerhalb der EU auf die Unterstützung für Griechenland haben den Aktienmarkt beflügelt”, konnte man da beispielsweise lesen.
Also ehrlich gesagt: Zweiteres ist eindeutig gelogen. Denn den gesamten Tag konnte das Milliarden-Paket für die Griechen nicht wirklich überzeugen. Lediglich die Tatsache, dass die Börsianer heute gute Daten aus den USA bekamen, haben nicht zu einem schwachen Wochenauftakt verholfen. Denn deutlich besser als erwartet waren zum Beispiel die Bauausgaben im März, die, entgegen des befürchteten leichten Rückgangs, um 0,2 Prozent stiegen. Nicht zu vergessen der ISM-Index, dieser war mit 60,4 Punkten besser als erwartet. Die Wirtschaft in den USA erholt sich also weiter, und zwar schneller als gedacht, so viele Experten.
Aber genau hier sage ich stopp: Was nützen uns in Europa gute US-Daten, wenn wir unverändert am Abgrund stehen, sprich unser Finanzsystem kollabiert bzw. wir alle Schulden machen und Kredite aufnehmen, die dann unsere Kinder und Enkel ausbaden dürfen? “Ein blöde Frage” wird jetzt mancher Börsenfan sagen, schließlich gehen doch die Märkte wieder gen Norden, da ist Skepsis nicht angebracht. Schauen wir doch nur mal auf den Goldpreis, das sagt schon viel.
Ich bin skeptisch. Mir geht das Ganze zu schnell. Zu schnell hat der Markt augenscheinlich das Hellas-Problem beiseite geschoben: Die EU hatte ihr Unterstützungsprogramm für das Land am Sonntag abgesegnet und auch das Bundeskabinett bewilligte heute die deutschen Hilfen in Höhe von zunächst 22 Milliarden Euro. Passt. Ende. Dass wir uns da mal nicht alle täuschen…
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geschrieben am Montag, den 3. Mai 2010 um 20:49 Uhr
Kategorien: Marktgeschehen
Tags: DAX, Griechenland, Inflation, Marc Faber







