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MPC Capital: Blick nach vorn in Richtung neuer Deals

Der Hamburger Asset-Manager MPC Münchmeyer Petersen Capital AG (WKN: A1TNWJ / ISIN: DE000A1TNWJ4) entwickelt und managt gemeinsam mit seinen Tochterunternehmen sachwertbasierte Investitionen und Kapitalanlagen für internationale institutionelle Investoren, Family Offices und professionelle Anleger. Dabei liegt der Fokus auf den Asset-Klassen Real Estate, Shipping und Infrastructure.

Nachdem zu €6 gleich zwei Kapitalerhöhungen in kurzem zeitlichen Abstand durchgeführt wurden, konnte sich der Kurs bisher noch nicht nachhaltig von dieser Marke lösen. Dabei spricht eigentlich vieles für höhere Kurse. So kommt man auf dem eingeschlagenen Turnaroundkurs weiter voran und konnte für 2016 souveräne Vorabzahlen vermelden.

MPC-Chart: finanztreff.de

Die Umsätze legten um 12,6% zu auf €53,79 Mio. und das Betriebsergebnis drehte von einem Vorjahresminus von €3,77 Mio. auf €9,92 Mio. ins Plus. Der Überschuss zog um 36,8% auf €10,22 Mio. an, wobei das Ergebnis je Aktie bei €0,33 stagnierte. Allerdings verteilt sich der Jahresüberschuss ja auch auf eine viel höhere Aktienzahl als im Vorjahr, so dass es de facto einen deutlichen Anstieg aus vergleichbarer Basis gab.

Auf der anderen Seite verbesserten die Kapitalerhöhungen und der Jahresüberschuss die Bilanzqualität erheblich, so dass MPC nun eine Eigenkapitalquote von 69,74% aufweist nach 42,28% im Vorjahr. Die von MPC betreuten Assets (Assets under Management, AuM) erreichten 2016 rund €5,1 Mrd. und damit knapp €400 Mio. weniger als im Vorjahr.

Hier schlugen sowohl Abschreibungen in der (noch) wichtigsten Sparte Schifffahrt negativ zu Buche, als auch Verkäufe von Assets. Unter anderem war ein Schifffahrtsportfolio im Volumen von €400 Mio. gewinnbringend veräußert worden. Das mittel- bis langfristiges Ziel von MPC ist, die AuM auf €10 Mrd. zu steigern.

Und hier spielt zuletzt die niederländische Tochter Cairn Real Estate (CRE) eine maßgebliche Rolle. Nicht nur, weil MPC verstärkt im Immobilienbereich wachsen will, sondern auch weil einige interessante Deals aus Holland zu vermelden waren.

Zunächst hat CRE in Kooperation mit einem internationalen institutionellen Investor sechs Value-add-Immobilien in mittelgroßen niederländischen Städten erworben. Die sechs Bürogebäuden mit einer Gesamtnutzfläche von 63.400 m² liegen direkt an Bahnstationen in den niederländischen Städten Hoofddorp, Maastricht, Zwolle, Zaandam, Amersfoort und Hengelo und im Durchschnitt sind etwa 60% der Bürofläche vermietet. Der Kaufpreis für das Portfolio lag bei rund €60 Mio.

Fast im Gegenzug verkaufte CRE den revitalisierten Bürokomplex „La Guardia“ an einen internationalen Investor zu einem Preis von über €130 Mio. Der Bürokomplex La Guardia besteht aus vier Gebäuden mit einer Gesamtfläche von rund 64.000 m², den man erst im Sommer 2014 erworben und von einem schlichten Single-Tenant-Komplex zu einem lebendigen, vielseitigen Arbeitsumfeld für unterschiedliche Mieter umgestaltet hat. Diese Transaktion war der erste Exit von CRE und unterstreicht die Strategie des Unternehmens, im Auftrag von institutionellen Investoren durch effiziente Revitalisierungsmaßnahmen qualitativ hochwertigen Büroraum zu schaffen. Der IRR (Internal Rate of Return) des Projekts lag bei rund 23% nach Steuern.

Immobilien-Fonds-Portfolio wächst
Erst im Oktober hatte MPC Capital sein Immobilien-Portfolio in den Niederlanden und Deutschland ausgebaut und 10 Einkaufszentren mit einem Gesamtvolumen von rund €60 Mio. akquiriert. Damit wird ein Immobilienfonds für Logistik- und Leichtindustrie von rund €115 Mio. auf gut € 150 Mio. ausgebaut. MPC Capital selbst ist mit einem kleineren Anteil von bis zu 5% Co-Investor, verdient künftig aber vor allem an Gebühren und Provisionseinnahmen aus dem Management des Fonds. Und die künftigen Investments werden ebenso in diese Richtung zielen.

Zukunftsmarkt Micro-Appartments für Studenten
Wie auch der Ausbau der Micro-Appartments für Studenten zeigt. Hier hatte MPC Capital Ende Juli verkündet, ein zweites Projekt in Berlin für seine Micro-Living-Plattform Staytoo initiiert zu haben. Hierzu hat man in der Leibnizstraße im Stadtteil Charlottenburg eine Büroimmobilie auf einem 1.231 Quadratmeter großen Grundstück erworben. Der Umbau soll noch in diesem Jahr beginnen und im Frühjahr 2018 abgeschlossen sein. Mit dem Erwerb des sechsten Objekts ist das Vermögen des Spezial-AIF MPC Student Housing Venture I nahezu vollständig investiert, man habe noch Luft für ein bis zwei weitere Projekte. An insgesamt fünf Standorten in Berlin-Kreuzberg, Nürnberg, Bonn, Kaiserslautern und Leipzig befinden sich weitere Staytoo-Projekte, wo sich rund 1.000 Apartments in der Umsetzungsphase befinden. Die ersten hiervon sollen im Herbst in Bonn und Nürnberg eröffnet werden…

Auf www.intelligent-investieren.net geht es weiter.

Kissig Ein Beitrag von Michael C. Kissig

Er studierte nach Abschluss seiner Bankausbildung Volks- und Rechtswissenschaften und ist heute als Unternehmensberater und Investor tätig. Neben seinem Value-Investing-Blog „iNTELLiGENT iNVESTiEREN“ verfasst Michael C. Kissig regelmäßig eine Kolumne für das „Aktien Magazin“.

Bildquellen: Michael C. Kissig / dieboersenblogger.de


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