IBU-tec wird erster IPO im neuen Scale-Segment der Deutschen Börse

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Bildquelle: Pressefoto IBU-tec

Wir hatten es uns ja fast gedacht und auch ein wenig erhofft, als wir vor Monatsfrist die nicht börsennotierte IBU-tec [hier] (WKN: A0XYHT / ISIN: DE000A0XYHT5) vorstellten. Denn nun hat sich das Management um Vorstandschef Ulrich Weitz doch dazu entschieden, an die Börse zu gehen. Zum Geschäftsmodell und zur thermischen Verfahrenstechnik müssen wir an dieser Stelle nicht viel sagen, dies hatten wir den Plusvisionen-Lesern ja bereits im Februar-Artikel vorgestellt. Nun aber zu den Details des IPOs: Am 30. März ist die Erstnotitz im jungen Segment Scale erfolgen. Die Zeichnungsfrist läuft bis 27. März. Die Preisspanne geht von 16 bis 20 Euro. Aus einer Kapitalerhöhung stammen exakt eine Million neue Aktien. Hinzu kommen 60.000 Papiere eines kleinen Altaktionärs und 150.000 Papiere als Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) von der Familie Weitz, die auch nach dem Börsengang klar die Mehrheit hält, weil es bislang kaum andere Miteigentümer gibt.

Der Gesellschaft fließen aus dem IPO 16 bis 20 Millionen Euro zu. Damit will der Spezialist für die thermische Verfahrenstechnik seine Kapazitäten erweitern. Dazu sieht Weitz aktuell zwei Wege: Entweder er kauft eine Gesellschaft auf, bei der Lage, Ausstattung und Preis passen oder er baut auf der grünen Wiese eine neues Firmengebäude, welches dann die notwendigen Kapazitäten bietet. Nötig ist dies, denn neue Kunden stehen offensichtlich schon in den Startlöchern und warten nur auf den Startschuss durch IBU-tec. Aktuell hat der Entwicklungs- und Produktionsdienstleisters für anorganische Stoffe jedoch noch nicht die notwendigen Räumlichkeiten.

Die ICF Bank begleitet den Börsengang. Ungewöhnlich, aber sehr erfreulich: Die bereits erfolgte Roadshow von Weitz war so erfolgreich, dass bereits die komplette Kapitalerhöhung verkauft ist, denn es liegen Kaufzusagen für alle Aktien vor. Damit ist ein Gelingen des IPOs quasi sicher. Was wir natürlich nicht wissen, ist, ob die Aufträge am oberen, in der Mitte oder am unteren Ende der Preisspanne liegen…

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RaumEin Beitrag von Wolfgang Raum von Plusvisionen.de

Wolfgang Raum ist bereits seit mehr als 25 Jahren im Kapitalmarkt-Journalismus tätig, derzeit als freier Wirtschafts- und Börsenjournalist für einige Börsenbriefe und Banken-Newsletter, aber auch als Blogger. Von 2005 bis Sommer 2014 arbeitete er als Chefredakteur für das ZertifikateJournal. Zuvor verantwortete er mehr als fünf Jahre den renommierten Börsenbrief des Anlegermagazins CAPITAL, die CAPITAL Depesche. Der Derivate-Experte, zugleich Fan von Nebenwerten und Emerging Markets, ist zudem ein gern gesehener Experte bei Fernseh- und Radio-Interviews.

Bildquellen: Wolfgang Raum / Pressefoto IBU-tec


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