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Was vorerst nicht weiter steigen kann, muss erst einmal fallen. Das gilt für den heutigen Handel sowohl für die Wall Street als auch für den deutschen Aktienmarkt. Hatte sich der DAX bis zum Nachmittag noch mühsam mit kleinen Schritten weiter nach oben gekämpft, ging es mit dem Handelsstart in den USA umso schneller bergab. Der Weg führte den Index wieder unter die Marke von 12.000 Punkten.

Während man an der Wall Street von Gewinnmitnahmen nach der Trump-Rally der vergangenen Wochen sprechen kann, ist es beim DAX wohl eher die Enttäuschung darüber, dass es dem Index trotz einiger positiver Impulse in den vergangenen Tagen nicht gelungen ist, sich komfortabel von der Marke 12.000 nach oben abzusetzen und das Jahreshoch in Angriff zu nehmen.

Hinzu kommt ein Euro, der wieder über 1,08 US-Dollar notiert und damit seine Aufwärtsbewegung seit der letzten Zinssitzung der US-Notenbank fortsetzt. Damit rückt auch die von vielen erwartete Parität zum US-Dollar weiter in die Ferne. Zeichnet sich eine tatsächliche Trendwende nach oben ab, wären viele falsch positionierte Investoren gezwungen, ihre Positionen zu drehen, was den Trend nach oben noch verstärken dürfte.

Die Sorge über geringere Gewinne bei exportorientierten Unternehmen dürften dem DAX dann endgültig die Kraft rauben, sich zeitnah mit dem Thema neuer Rekorde zu beschäftigen. Dann könnte auch der heutige Tag nur der Anfang einer größeren Korrektur gewesen sein.

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Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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