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Um 10: DAX wartet auf die EZB – OPEC hat Kontrolle über Ölpreis verloren

EZB-Präsident Mario Draghi wird heute versuchen, sich angesichts der anstehenden Wahlen in den Niederlanden und Frankreich bedeckt zu halten und weder am bestehenden Anleihekaufprogramm etwas ändern noch irgendwelche verbale Unruhe stiften. Da die Märkte in der kommenden Woche eine Zinsanhebung der US-Notenbank erwarten, dürfte der Dollar weiter aufwerten, wenngleich nicht in dem Tempo wie noch in den vergangenen Jahren. Rätsel gibt den Marktteilnehmern allein die scheinbar unerklärliche Reaktion des Euro auf die Ankündigung der Zinsanhebung vom vergangenen Freitag durch Janet Yellen auf. Der Euro stieg anstatt zu fallen.

Die OPEC hat die Kontrolle über den Ölpreis verloren, als die Amerikaner ankündigten, wohl schon im kommenden Jahr die Rekordproduktion des Jahres 1970 wieder zu überschreiten. Damit wird klar, dass die Förderkürzungen der OPEC und der angegliederten nicht-OPEC-Staaten zu großen Teilen nur dazu führen, Marktanteile an die amerikanischen Produzenten zu übertragen. Das Ziel, die Lagerbestände weltweit wieder in Richtung Normalzustand zu bewegen, dürfte zur Mitte des Jahres nicht erreicht werden, sodass eine Verlängerung oder gar eine Ausweitung der Fördermengenkürzungen durch die OPEC wahrscheinlicher wird. Der Weg dorthin im Ölpreis dürfte jedoch ein holpriger werden, weil niemand weiß, welcher Effekt – die Steigerungen der amerikanischen Produktion oder die Kürzungen der OPEC – am Ende überwiegen wird. Erhöhte Volatilität wie gestern ist die Folge.

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Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger.de


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