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DAX: Kann das gutgehen?

Derzeit können sich Börsianer über eine positive Entwicklung an den weltweiten Aktienmärkten freuen. Allerdings darf man die im Hintergrund lauernden Unsicherheiten nicht vergessen, die DAX und andere wichtige Indizes jederzeit belasten könnten.

Nach einer beeindruckenden Jahresendrallye in 2016 hatte sich der DAX zu Beginn des neuen Jahres eine Verschnaufpause gegönnt. Zuletzt schien es jedoch, als könnte das wichtigste deutsche Börsenbarometer wieder Schwung aufnehmen. Dabei steht nicht nur der Kampf um die psychologisch wichtige 12.000-Punkte-Marke im Fokus. Am deutschen Aktienmarkt dürften viele Investoren bereits von neuen Rekordständen träumen. Zumal sie ein wenig neidvoll auf die Wall Street blicken dürften. Dort hat der Dow Jones Industrial Average zuletzt eine historische Serie von neuen Schlussständen auf Rekordniveau hingelegt. Und auch andere wichtige US-Indizes wie der NASDAQ, S&P 500 oder der Small-Cap-Index Russell 2000 wussten zu beeindrucken.

Als weltweite Leitbörse hat die Wall Street auch Auswirkungen auf die Entwicklung im DAX. Das Barometer profitierte von der guten Stimmung an den US-Aktienmärkten. Allerdings konnte der DAX in Sachen Performance bei weitem nicht mithalten, obwohl ihm die jüngste Euro-Schwäche ebenfalls half. Während die US-Notenbank Fed die Leitzinsen in diesem Jahr mehrere Male anheben könnte, ist bei der Europäischen Zentralbank (EZB) nichts von einer baldigen Straffung der Geldpolitik zu spüren. Aus diesem Grund könnte der US-Dollar noch weiter an Stärke gewinnen. Nicht umsonst wird an den Devisenmärkten von einer möglichen Euro/US-Dollar-Parität gesprochen.

Sollte die europäische Gemeinschaftswährung weiter schwächeln, könnte dies den DAX beflügeln. Ein schwacher Euro kommt der Exportindustrie zugute. Bekanntermaßen bezeichnen sich gerade die Deutschen als Exportweltmeister. Selbst Mitglieder der neuen US-Regierung und einige europäische Partner sehen die jüngsten Exportüberschüsse der größten Volkswirtschaft Europas kritisch. Für die im deutschen Blue Chip Index vertretenen deutschen Konzerne ist es jedoch von Vorteil, wenn sie ihre Waren dank einer relativ schwachen Währung günstig im Ausland anbieten können.

Es lauern aber auch Gefahren für die DAX-Notierungen. In Europa wird immer wieder über eine mögliche neue Eurokrise gesprochen, die ihren Anfang wahlweise in Italien oder Griechenland nehmen könnte. Mit den entsprechend negativen Auswirkungen für die Aktienmärkte. Darüber hinaus stehen in diesem Jahr mehrere wichtige Wahlen an: In den Niederlanden, Frankreich und in Deutschland. Dabei werden den Euro-Skeptikern in den jeweiligen Ländern vonseiten der Meinungsforschungsinstitute ein relativ gutes Abschneiden bescheinigt. Nach dem Brexit-Votum dürften weitere Abstimmungen über einen Euro-Austritt oder ein Verlassen der EU die Märkte beunruhigen. Während Anleger die derzeitige Rallye genießen, sollten sie gleichzeitig auch immer Vorsicht walten lassen.

Spekulative Anleger, die steigende DAX-Kurse erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN: DL9LA8 / ISIN: DE000DL9LA85) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,54, die Knock-Out-Schwelle bei 8.730,00 Indexpunkten. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN: DM0H4X / ISIN: DE000DM0H4X0, aktueller Hebel 3,59; Knock-Out-Schwelle bei 15.070,00 Zählern) auf fallende DAX-Notierungen setzen.

Stand: 07.03.2017/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

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Bildquelle: dieboersenblogger.de


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