AT&S: Viel Geduld ist gefragt

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Bildquelle: Pressefoto AT&S

Den Leiterplattenhersteller AT&S (WKN: 922230 / ISIN: AT0000969985) belasten weiterhin die Anlaufeffekte im Zusammenhang mit dem Aufbau der IC-Substrat-Produktion in Chongqing/China. Zwar legte der Umsatz in den ersten neun Monaten 2016/17 um 5,3 Prozent auf 615,1 Mio. Euro zu. Doch das Ergebnis drehte von plus 60,2 Mio. Euro auf minus 19,7 Mio. Euro.

Auch im Gesamtjahr ist keine Besserung in Sicht. AT&S rechnet unter der Voraussetzung eines makroökonomisch stabilen Umfelds, einer Währungsrelation Dollar-Euro auf ähnlichem Niveau wie im Geschäftsjahr 2015/16 und einer stabilen Nachfrage im Kerngeschäft mit einem Umsatzwachstum von vier bis sechs Prozent. Die EBITDA-Marge soll vor allem auf Basis der Anlaufkosten für die Werke in Chongqing bei 15 bis 16 Prozent liegen, die EBITDA-Marge im Kerngeschäft hingegen auf einem vergleichbaren Niveau wie 2015/16.

Zwar werden die höheren Abschreibungen für das Projekt Chongqing das EBIT deutlich beeinflussen. Langfristig sollten sich die Investitionen aber auszahlen. Derweil bereitet die Marktentwicklung AT&S-Chef Andreas Gerstenmayer etwas Kopfzerbrechen: „Der Preisdruck bei IC-Substraten ist sehr hoch“, gibt der Firmenlenker zu bedenken.

AT&S-Chart: finanztreff.de

Daher könnte es Sinn machen, vorübergehend etwas vorsichtiger an die AT&S-Aktie heranzugehen, etwa mit einem Discount-Zertifikat der RCB (WKN: RC0EYL / ISIN: AT0000A1LV87). Das bis März 2018 laufende Papier ermöglicht eine Maximalrendite von 19,1 Prozent. Um diese zu erreichen, muss der Basiswert gegenüber dem aktuellen Kurs von 10,43 Euro nur um knapp 5,5 Prozent zulegen. Im Vergleich zum Direktinvestment ist das Papier um 11,4 Prozent günstiger zu haben. Damit ist für einen Risikopuffer gesorgt. Selbst wenn die Aktie am Laufzeitende lediglich auf dem aktuellen Niveau steht, können Anleger mit dem Papier einen Ertrag von 12,9 Prozent erzielen.

Wer dagegen auf eine Wiederaufnahme des langfristigen Aufwärtstrends setzen möchte, kann dies mittels eines Faktor 2x Long-Zertifikats (WKN: RC0EKG / ISIN: AT0000A1K769) von Raiffeisen Centrobank (RCB) tun. Das Papier bildet Kursgewinne der Aktie mit einem Hebel von zwei ab – und zwar auf täglicher Basis. Der Mechanismus wirkt natürlich auch umgekehrt.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

Bildquelle: Pressefoto AT&S


1 KOMMENTAR

  1. […] Viele Marktteilnehmer werden hoffen, dass aus Snap Inc. kein zweites Twitter wird. Schließlich hat der Kurznachrichtendienst nach einem fulminanten Börsenstart relativ schnell das Vertrauen der Investoren verloren. Im Fall von Snap dauerte dies sogar nur wenige Tage. Mehr dazu hier. Schokoladenhersteller wie das Schweizer Unternehmen Lindt & Sprüngli haben es derzeit mit einem schwierigen Marktumfeld zu tun. Trotzdem schafft es gerade der Produzent der beliebten Lindt-Schokohasen das Beste daraus zu machen. Mehr dazu hier. Die Aktie des österreichischen Öl- und Gaskonzerns OMV profitierte zuletzt von der Einigung der OPEC auf eine Förderkürzung. Zudem hilft dem ATX-Unternehmen ein Sparprogramm, sich auf niedrigere Ölpreise einzustellen. Jetzt will man aber auch wieder angreifen. Mehr dazu hier. Den Leiterplattenhersteller AT&S belasten weiterhin die Anlaufeffekte im Zusammenhang mit dem Aufbau der IC-Substrat-Produktion in Chongqing/China. Zwar legte der Umsatz in den ersten neun Monaten 2016/17 um 5,3 Prozent auf 615,1 Mio. Euro zu. Doch das Ergebnis drehte von plus 60,2 Mio. Euro auf minus 19,7 Mio. Euro. Mehr dazu hier. […]

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