Turnaround nimmt Gestalt an: SBF AG kehrt in die Gewinnzone zurück

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Unter der SBF AG (WKN: A2AAE2 / ISIN: DE000A2AAE22) können sich nur weniger Anleger etwas vorstellen, doch als Corona Equity Partner AG hat das Unternehmen bereits eine bewegte Vergangenheit hinter sich, auch an der Börse. Und das ist nicht unbedingt eine Erfolgsgeschichte, denn die Erfolge als Beteiligungsunternehmen sind kaum auszumachen. Vielmehr stand man mit dem Rücken zur Wand und musste dringend neues Geld auftreiben. Die erforderlichen Schritte zur bilanziellen Gesundung wurden im letzten Jahr angegangen und aus dem einstigen Pleitekandidaten wurde ein hoffnungsvoller Turnaround-Kandidat.

Ganz nebenbei wurde das im m:access der Börse München notierte Unternehmen in SBF AG umbenannt, was der einzig verbliebenen Tochter zu verdanken ist, der SBF Spezialleuchten GmbH, einem international tätigen Systemanbieter für Decken-, Beleuchtungs- und Belüftungssysteme für Schienenfahrzeuge. Das Unternehmen hat sich dabei auf LED-Systeme für den Außen- und Innenbereich von Schienenfahrzeugen jeglicher Bauart spezialisiert und Großkunde ist naturgemäß die Deutsche Bahn.

Ganz entscheidend für die SBF ist also der operative Erfolg der Tochter und diese konnte erstmals in der Unternehmensgeschichte ein positives Halbjahresergebnis vorlegen. Für die Aktionäre der SBF AG bleibt hiervon allerdings noch nichts übrig, weil die AG selbst in dieser Zeit ja erheblichen Aufwand für ihre Kapitalmaßnahmen hatte und dieser Aufwand dem entgegensteht.

Nachdem die SBF AG nun aber bilanziell wieder auf soliden Füßen steht, dürfte sich dies auch positiv auf die Tochter und somit das operative Geschäft auswirken. Der Trend hin zur Schiene spielt der SBF in die Karten und nicht nur bei neuen Zügen kommt die SBF-Technik zum Einsatz, sondern auch bei der Erneuerung der Beleuchtungssysteme in aktiven Zügen. Durch den Einsatz moderner LED-Systeme kann nicht nur die Beleuchtungssituation verbessert werden, sondern es sinkt auch der Energieverbrauch sowie der Wartungsaufwand für die Kunden, die Bahnbetreiber.

In 2016 erstmals wieder Gewinne erzielt
Nun hat die Mutter für sich und ihre Tochter vorläufige und noch ungeprüfte Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 vorgelegt und kann erstmals für beide die Rückkehr in die Gewinnzone vermelden.

So kam die Tochter SBF Spezialleuchten GmbH auf einen Jahresüberschuss von € 0,88 Mio. (Vorjahr €-4,095 Mio.), ein EBIT von €1,32 Mio. (Vorjahr €-3,79 Mio.) und ein EBITDA von € 2,142 (Vorjahr €-2.79 Mio.).

SBF-Chart: finanztreff.de

Damit gelang der SBF Spezialleuchten GmbH nach Jahren hoher Verluste wieder die Rückkehr in den Überschussbereich. Der Umsatz wird voraussichtlich €21,2 Mio. (Vorjahr €17,59 Mio.) betragen, was einer Steigerung von über 20% entspricht. Parallel zu der deutlichen Umsatzsteigerung konnten die wesentlichen Kostenfaktoren prozentual betrachtet gehalten bzw. erheblich reduziert werden. Der Materialaufwand betrug trotz des gestiegenen Umsatzes nur noch €12,136 Mio. (Vorjahr €13,42 Mio.), der Personalaufwand betrug €5,013 Mio. (Vorjahr €5 Mio.) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf €2,462 Mio. (Vorjahr €33135 Mio.). Insbesondere der Ausbau das Vertriebs und das strikte Kostenmanagement haben diese Erfolge ermöglicht.

Auf Basis der Mutter, der SBF AG, wurde zwar auch bereits ein Gewinn erzielt, der fiel jedoch noch sehr bescheiden aus…

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Kissig Ein Beitrag von Michael C. Kissig

Er studierte nach Abschluss seiner Bankausbildung Volks- und Rechtswissenschaften und ist heute als Unternehmensberater und Investor tätig. Neben seinem Value-Investing-Blog „iNTELLiGENT iNVESTiEREN“ verfasst Michael C. Kissig regelmäßig eine Kolumne für das „Aktien Magazin“.

Bildquellen: Michael C. Kissig / dieboersenblogger.de


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