Daimler: Drohende Abschwächung?

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Bildquelle: Pressefoto Daimer

Gerade als sich Mercedes-Benz die Weltmarktspitze im Premiumsegment der Autobranche von BMW zurückholen konnte, droht der weltweite Automarkt wegen China an Dynamik zu verlieren. Allerdings bleiben Daimler (WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000) auch einige Alternativen.

Im Zuge der Präsentation der Geschäftsergebnisse für das Schlussquartal und das Gesamtjahr 2016 am 2. Februar hat Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche für 2017 lediglich „leichte“ Zuwächse bei Absatz und Umsatz in Aussicht gestellt. Außerdem hätten sich einige Dividenden-Fans möglicherweise eine Anhebung der Dividende gewünscht. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung mit 3,25 Euro je Aktie lediglich eine Ausschüttung auf dem Niveau des Vorjahres vorschlagen. Eventuell auch ein Grund, warum die Kursrallye der Daimler-Aktie zuletzt stoppte, obwohl die Schwaben einige beeindruckende Erfolge feiern konnten.

Ganz besonders wird man sich auf Konzernebene darüber gefreut haben, dass sich Mercedes-Benz die Spitzenposition im Premiumsegment der Autobranche von BMW nach vielen Jahren zurückholen konnte. Darüber hinaus verkaufte die Pkw-Marke der Schwaben 2016 erstmals in einem Jahr mehr als 2 Millionen Fahrzeuge. Zu dem deutlichen Absatzwachstum hatten insbesondere das starke China-Geschäft und die wachsende Lust der Autokäufer auf SUVs beigetragen. Allerdings könnten die Hoffnungen auf einen anhaltenden Auto-Boom in der zweitgrößten Volkswirtschaft einen Dämpfer erhalten. Das Daimler-Management sprach bei der jüngsten Zahlenbekanntgabe davon, dass sich das Marktwachstum in China 2017 abschwächen dürfte. Grund dafür seien die reduzierten steuerlichen Kaufanreize für Pkw mit kleinen Motoren.

Von einer Abschwächung in China war zu Beginn des Jahres 2017 jedoch nichts zu sehen. Mit einem Plus von 26,6 Prozent auf 472.844 verkaufte Einheiten war China für Mercedes-Benz 2016 größter Einzel- und Wachstumsmarkt. Im Januar 2017 lief es sogar noch besser. In China wurden dank einem Plus von 39,3 Prozent erstmals in einem Monat mehr als 50.000 Mercedes-Benz Fahrzeuge verkauft: Mit 58.799 ausgelieferten Pkw wurde der bisher beste Monat sogar um weit mehr als 12.000 Einheiten übertroffen. Die absatzstärksten Modelle waren im Reich der Mitte der GLC sowie die Langversionen der C- und E-Klasse Limousine.

Auch auf dem europäischen Automarkt feierte Mercedes-Benz zu Jahresbeginn 2017 einige Erfolge. Laut Angaben des Branchenverbandes Acea vom 16. Februar konnte Mercedes-Benz seinen Marktanteil im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat von 5,1 auf 5,4 Prozent steigern. Im Fall von Mercedes-Benz Cars lag der Zuwachs bei 0,2 Prozentpunkten auf 6,0 Prozent. Insgesamt legten die Autoabsätze in der Europäischen Union (EU) um 10,2 Prozent zu. Allerdings fiel der Zuwachs unter anderem auch wegen zusätzlicher Arbeitstage derart deutlich aus. Trotzdem dürfte es für Daimler beruhigend sein zu wissen, dass man nach Europa schielen kann, wenn die Wachstumsdynamik in China abnehmen sollte.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Daimler-Aktie erwarten, könnten mit einem klassischen Optionsschein Call der Deutschen Bank (WKN: DM1PQ2 / ISIN: DE000DM1PQ22, Laufzeit bis zum 14.03.2018) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liegt derzeit bei 6,85. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem klassischen Optionsschein Put der Deutschen Bank (WKN: DM0L16 / ISIN: DE000DM0L165, aktueller Hebel 7,76; Laufzeit bis zum 14.03.2018) auf fallende Kurse der Daimler-Aktie setzen.

Stand: 03.03.2017/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

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