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Überraschung in Frankfurt: Der Deutsche Aktienindex startet nach einer eher lethargisch anmutenden Handelswoche nun mit frischem Schwung und nimmt damit wieder Anlauf auf das Jahreshoch bei 11.893 Punkten. Und das an einem Tag, an dem eine in Rekordlaune befindliche Wall Street wegen eines Feiertages geschlossen bleibt. Wenn es also schon nicht mit den US-Börsen im Rücken nach oben geht, dann eben ohne, so lautet das Motto zum Wochenstart an der Frankfurter Börse.

Aber es bleibt dabei: Die Musik spielt in New York und Washington. Die Hoffnung auf konkrete Pläne des neuen US-Präsidenten Donald Trump für Steuern und Wirtschaft treibt die Wall Street und zieht den Deutschen Aktienindex mehr oder weniger mit. Aber auch der wieder leicht schwächere Euro sorgt für Kauflaune an der deutschen Börse. Die Parität zum US-Dollar ist noch nicht vom Tisch. Kommt sie, wäre dies der Turbo für den DAX. Kommt sie nicht und dreht die Gemeinschaftswährung wieder nach oben, wäre der Traum von neuen Rekorden beim DAX allerdings schnell ausgeträumt und die Reise ginge wieder in Richtung Süden.

Und geht es nach der Inflation, könnten die großzügigen Zeiten einer Europäischen Zentralbank bald vorbei sein. Die heute veröffentlichten Erzeugerpreise für Deutschland sind im Jahresvergleich mit 2,4 Prozent weitaus stärker gestiegen als erwartet. Mit weiter steigenden Teuerungsraten würde EZB-Chef Draghi eines der wichtigsten Argumente für seine ultralockere Geldpolitik wegbrechen. Schützenhilfe für einen schwachen Euro wäre dann nicht mehr so ohne weiteres möglich.

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Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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